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1 (1855)
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Diese Copaifera- Arten sind Bäume, welche besondersin Brasilien und den benachbarten Gegenden einheimischsind und auch auf den Antillen kultivirt werden. Sie lie-fern sämmtlich den Copaivabalsam. Die Gewinnung desBalsams geschieht in der Art, dass man zur Kegenzeit oderin den darauf folgenden Tagen tiefe Einschnitte in den Stammdieser Bäume macht und den ausfliessenden harzigen Saftin untergestellten Gefässen sammelt. Ein kräftiger Baumder Provinz Para soll in wenigen Stunden oft 12 Pfd. Bal-sam liefern und während des Jahres ein dreimaliges Ein-schneiden gestatten. Die kleineren Bäume dürrer Gegendengeben weniger Balsam, welcher aber harziger und schärferist. Die Einschnitte werden mit Wachs und Thon wiederverklebt.

Der gute Copaivabalsam, wie er im Handel vorkommt,hat bald die Konsistenz eines dünnflüssigen, bald die einesdickflüssigen fetten Oels, eine gelbe oder bräunlich gelbeFarbe, ist klar und durchsichtig, riecht eigenthümlich durch-dringend, nicht unangenehm und gewürzhaft. Der Geschmackist bitterlich, ölig, schwach gewürzhaft, hintennach scharf undbrennend und bleibt lange auf der Zunge, besonders aberam Hintertheile des Gaumens zurück. Bei schlechter Auf-bewahrung nimmt er mit der Zeit an Konsistenz zu, wirdzäher, trübe und sein Geruch wird schwächer. Das spec.Gew. des Balsams ist nicht ein bestimmtes und schwanktzwischen 0,93 und 0,96.

Er besteht aus einem festen Harze und einem flüchtigen Oele.Der Gehalt an diesen beiden Stoffen ist verschieden, so dass bald dasOel bald das Harz über 50 Proc. beträgt, jenachdem der Balsam dünn-flüssiger oder dickflüssiger ist. Das Harz ist wieder eine Mischungaus mehreren Harzen (Alphaharz, Betaharz), von denen das eine sichdurch Neigung zur Krystallisation auszeichnet. Es ist dieses mit Co-paiva säure (Alphaharz) bezeichnet worden. Es röthet Lackmus-papier und besteht aus C 40 H 32 O 4 , ist also dem gewöhnlichen Kam-pher polymer. Mit den Alkalien giebt es klare seifenartige Verbindun-gen, welche in alkalischen Laugen unlöslich sind.

Der Copaivabalsam ist Verfälschungen mit fetten Oelen,Terpenthin und Terpenthinöl ausgesetzt. Man hat zur Ent-deckung derselben verschiedene Methoden in Vorschlag ge-bracht. Es ist leicht einzusehen, dass der Copaivabalsam,