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1 (1855)
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Der Brombeerstrauch wächst in Wäldern, Hecken, Ge-büschen, auf Schutthaufen etc. Die schwarzen glänzendenbeerenartigen Früchte (Scheinbeeren) enthalten einen tiefpur-purrothen, wenig säuerlichen und etwas adstringirenden Saft.

MMaccae Rubi Idaei.

Fructus Bubi Id.; Framboises; Raspberries; Himbeeren.Ml. Bor,,Hamb., Sax., SI. Hols Die frischen Früchte.

Kubus Idaeus Linn. Himbeerstrauch.Rosaceae. Trib. Dryadeae. Icosandria Polygynia.Hayne Arzng. 3. T. 8.

Der Himbeerstrauch wächst bei uns wild und wird auchin Gärten kultivirt. Seine bekannte rothe, nicht glänzendeFrucht ist eine Scheinbeere, zusammengesetzt aus den klei-nen saftigen Früchtchen (carpella s. acini), welche auf ei-nem saftlosen Fruchtboden zusammengewachsen sind. Siereifen im Juli und August. Die Früchte des wildwachsen-den Strauches sind vorzuziehen. Sie enthalten etwas flüch-tiges Oel, Aepfelsäure, Citronensäure, Farbestoff, Schleim(Pektin), Zucker etc. Der Saft lässt sich zu pharmaceuti-schen Zwecken über ein Jahr lang aufbewahren. Um denPektin- und sonstigen Schleimgehalt (s. S. 162) zu zerstö-ren, werden die Beeren zerdrückt und an einem warmenOrte (von 30° C.) in einem nicht ganz dicht verschlossenenGefässe 3 bis 4 Tage der Gährung ausgesetzt, der Saft dannausgepresst, nach ltägigem Absetzenlassen filtrirt und die-ser in reine starke Weinflaschen bis auf 2 bis Ij, Zoll unterder Flaschenmündung gefüllt. Die Flaschen werden auf eineStroh Jage in ein Kasseroi mit kaltem Wasser gestellt, biszu 35 bis 40° C ungefähr erwärmt, dann mit guten Pfro-pfen dicht verschlossen und die Korke durch Ueberbindenmit Bindfaden besonders befestigt. Alsdann erhitzt man dasWasser bis zum Kochen, lässt auch die zugepfropften Fla-schen 10 Minuten in dem kochenden Wasser stehen unddann darin erkalten. Hierauf nimmt man sie heraus, ver-

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