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gengesetzten Falle enthält es zuviel Chlornatrium. Zu die-ser Prüfung schüttet man 10 Gran des Salzes in ein kleinesgewogenes Filter und übergiesst es so oft mit dem wasser-freien Weingeist, bis dieser farblos abläuft. Das Filter nebstRückstand wird getrocknet und dann gewogen. Auch kannman ein gewogenes Quantum des Goldsalzes glühen, denRückstand auswaschen und das übrig bleibende Gold durchNachwägen bestimmen. 13 Th. Goldsalz geben 4 Th. Gold.
Aufbewahrung. Da das Gold in seinen meisten salz-artigen Verbindungen durch Lichteinfluss theilweise reducirtwird, und auch das oificinelle Chlorgoldnatrium an der Luftleicht feucht wird, so muss dieses in gut verschlossenenGlasflachen an einem finsteren Orte aufbewahrt werden. Dasnatronhaltige Goldchorid wird dispensirt, wenn auch nurAurtim muriaticum s. chloratum vorgeschrieben sein sollte.
Das Gold verbindet sich in 2 Verhältnissen mit dem Chlor. DasGoldchlorür, AuCl, wird erhalten, wenn man die Auflösung desGoldes in Königswasser zur Trockne bringt und in einem Sandbadebei der Temperatur des schmelzenden Zinns unter Umrühren solange erhitzt, als noch Chlor entweicht. Es ist gelblich weiss. MitWasser in Berührung zerfällt es in metallisches Gold und Goldchlorid.
Das Goldchlorid, AuCl 3 , entsteht durch Erwärmen des Blatt-goldes in Chlorgas, wobei keine Feuererscheinung stattfindet; durchAuflösen von Blattgold in Chlorwasser oder durch Auflösen des Gol-des mittelst Königswassers. Wird die letztere Lösung im Wasserbadeabgedampft und zur Krystallisation gebracht, so schiesst eine Verbin-dung von Goldehlorid und Chlorwasserstoff (Aurum muriaticum acidums. oxymuriaticum. Stärkste Dosis { Gran.) in blassgelben Nadeln an,welche an der Luft zerfliessen. Das Goldchlorid ist in Weingeist,Aether und einigen ätherischen Oelen löslich. Aus diesen Auflösun-gen scheidet Licht metallisches Gold ab. Eine Lösung von 6 GranGoldchlorid in 1 Unz. Königswasser ist Recamier's Liquor Auri nitrico-muriatici. In starker Hitze wird das Goldchlorid in Gold und Chlor-gas zerlegt. Das Goldchlorid bildet mit basischeren ChlormetallenSalze, in denen es die Rolle einer Säure spielt, daher es auch eineChlorosäure genannt wird. Ein chlorosaures Salz, Chloroaurat,ist das Natriumgoldchlorid, NaC14-AuCl 3 +4HO, welches in lan-gen vierseitigen luftbeständigen Prismen krystallisirt. Diese Verbin-dung ist das Figuiefsche Goldsalz , Aurum muriaticum natronatumerystallisatum, Sal Auri Figuieri. Zu seiner Darstellung werden 8 Th.Gold in Königswasser gelöst, zu Trockne abgedampft mit 2 Th. Chlor-natrium vermischt, dann in Wasser aufgelöst und zur Krystallisation