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reiner Salpetersäure gelöst. Sollte nicht alles Gold gelöstsein, so fügt man noch einige Tropfen von diesen Säurenhinzu. Die Auflösung wird nun zur Vertreibung der über-schüssigen Säure im Sandbade, welches ungefähr bis zu 100°,also nur bis zum Siedepunkte des Wassers, erhitzt ist, ein-gedampft, bis der Bückstand ungefähr 100 Gran beträgt.Dies Gewicht ist leicht zu ermitteln, wenn die Tara desAbdampfschälchens bekannt ist. Dem Rückstande fügt mannun 100 Gran oder die vorgeschriebene Menge Chlornatrium,welches man durch Auflösen, Filtriren, Umkrystallisiren undTrocknen aus dem gewöhnlichen Kochsalze gewonnen hat,hinzu, übergiesst das Ganze mit 1 Unze warmem destill.Wasser und dampft die mittelst TJmrührens mit einem Glas-stäbchen bewirkte Salzlösung im Sand - oder, was besserist, im Wasserbade zur Trockne ein. Gegen Ende des Ein-trocknens, wenn die Dösung die Konsistenz eines dünnenSyrups annimmt, rührt man um. Der trockne Rückstandwird zu einem feinen Pulver zerrieben und alsbald in eintrocknes Fläschchen gefüllt. Der Grund, warum das Gold-salz nicht über den Kochpunkt des Wassers erhitzt werdendarf, ist der, dass es bei stärkerer Erhitzung, (liber 150°)zersetzt wird, indem Chlor daraus verdampft und Goldchlo-rür sich bildet.
Eigenschaften. Das ofticinelle Natriumgoldchloridoder Chlorgoldnatrium ist ein noch Spuren Chlorwasserstofl-haltendes Gemisch des Natriumgoldchlorids mit Chlorna-trium. Es ist ein in Wasser völlig lösliches, an der Luftetwas feucht werdendes gelbes Pulver von mehr oder we-niger deutlich krystauinischem Aussehen. Der Geschmackist scharf, zusammenziehend, salzig.
Prüfung. Erhitzt man in einem Probircylinder eineProbe mit Kupferfeile und konc. Schwefelsaure und es ent-weichen braunrothe Dämpfe, so lässt dies auf einen Rück-halt von Salpetersäure schliessen. Kupfer und Silber blei-ben als schwarze unlösliche Schwefelmetalle zurück, wenndas Chlorgoldnatrium mit Schwefelammoniumflüssigkeit di-gerirt wird. Wasserfreier Weingeist darf nicht mehr alsdie Hälfte des Chlorgoldnatriums ungelöst lassen, im entge-