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Drachm.ö Gran kaltem destill. Wasser gelöst. Man setzt nun zu100 Gran koncentr. Essig in einem nicht zu niedrigen Be-cherglase unter sehr gelindem Erwärmen soviel der Salzlö-sung zu, bis nach Vertreibung der Kohlensäure die Flüssig-keit neutral ist. Je 10 Gran der verbrauchten Salzlösung ent-sprechen 1 Proc. wasserl. Essigs. Vergl. auch Acidumaceticum.
Acettuii eiTifleim«
Acetum Vini; Vinaigre; Vinegar; Essig, Weinessig.
PIl. Hol*. Der rohe Essig ist eine klare, farblose oder et-was gelbliche Flüssigkeit, welche Essigsäure so wie auchandere Stoffe enthält, die aus dem Wasser und anderen/Substanzen, welche bei seiner Bereitung angewendet wor-den sind, herrühren. Er wird in einigen Fabriken ausweinigen und weingeislhaltigen Flüssigkeiten durch diesaure Gährung bereitet. Soviel Säure soll er enthalten,dass 2 Unz. zur vollständigen Neutralisation 1 Drachm.des reinen trocknen kohlensauren Kalis hinreichen, auchsei er frei von anderen Säuren und Metallen.
PI», llailll».. llaim.. Sax., gl. Mols, stimmen in Be-zug zur Beschaffenheit, Güte und Acidität des Essigstiberein. In Bezug zur Farbe lässt jedoch nur die P/i.Bor. einen farblosen Essig zu. Ph. Hamb. giebl dem fran-zösischen Weinessig, aus Franzwein bereiteten, den Vorzug.
Schon vor Moses scheint der Essig bekannt gewesenzu sein. Aus dem Safte verschiedener Früchte wurde erdurch saure Gährung gewonnen. Die erste Darstellung desEssigs aus verdünntem Weingeist geschah in Nord-Amerika.
Der Hauptsache nach ist Essig eine Mischung aus Was-ser mit 4 bis 8 Procent Essigsäure, also eine verdünnte Es-sigsäure. Andere Beimischungen, welche von dem verschie-denen Material, aus welchem er bereitet wird, herrühren, ge-ben ihmFärbung und modificiren seinen Geruch und Geschmack.
Die fabrikmässige Bereitung beruht auf zwei von einan-der gänzlich abweichende Methoden. Die eine hat die Ge-winnung des Essigs durch Umwandlung des Weingeistes inEssigsäure zum Zweck, die andere die Gewinnung desselbendurch trockene Destillation des Holzes.