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Durchschnittlich nimmt das speo. Gew. der konc. Essige imBereiche der mittleren Tagestemperatur bei Abkühlung umje 2,5° C. (2° K.) um 0,001 zu. Hat z. B. ein konc. Essigbei 17,5° C. ein spec. Gew. von 1,040, so hat er bei 15° C.ein solches von 1,041. Das Aeq. Gew. eines Essigs von1,039 spec. Gew. oder mit 25 Proc. Essigsäurenanhydrit ist=204; die Formel A+17HO. Die Ph. Hamb. giebt dasAeq.-Gew. zu 203 an.
Prüfung auf Reinheit. Schwefelsäure wird durcheine weisse Trübung, welche durch Zusatz einiger Tropfensalpetersaurer Baryumoxydlösung zu dem mit destill. Was-ser verdünnten Essig entsteht, erkannt; Chlorwasserstoffdurch eine ähnliclie Trübung oder einen käsigen auf Zusatzvon Salpetersäure nicht verschwindenden Niederschlag, wel-cher durch salpetersaure Silberoxydlösung entsteht. Der ausessigsauren Alkalien bereitete Essig enthält sehr häufig Spu-ren von Chlorwasserstoff. Durch Rektification des Essigsüber eine entsprechende Menge des essigsauren Salzes wirddiese Verunreinigung beseitigt. Schweflige Säure istdurch den stechenden Geruch, ähnlich dem des verbrennen-den Schwefels, ferner durch eine weisse Trübung erkennbar,welche auf Zusatz von Schwefelwasserstoffwasser entsteht.Hierbei vereinigt sich der Wasserstoff des Schwefelwasser-stoffs mit dem Sauerstoff der schwefligen Säure zu Wasser,und Schwefel scheidet aus (SO 1 und 2HS geben 2HO und3S). Entsteht durch Schwefelwasserstoff eine gelbe, bräun-liche oder schwärzliche Trübung, so ist der Essig mit Me-tallen verunreinigt. Brenzliches (Empyreumatisches) istdurch den Geruch zu erkennen, welchen der mit kohlensau-rem Alkali saturirte und dann erwärmte Essig exhalirt. DurchRektifikation des Essigs über frischgeglühete Holzkohlen wirddiese Verunreinigung entfernt. Eine Verunreinigung mitZucker, wie sie im käuflichen konc. Essig schon gefundenist, ist nach dem Verdampfen des Essigs leicht nachzuweisen.Bestimmung des Essigsäuregehaltes. Nach al-tem Brauch schreiben die Pharmakopoeen, um den Säurege-halt zu prüfen, eine Sättigung der essigsauren Flüssigkeitmit einem bestimmten Quantum kohlensauren Kalis vor. Mit