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1 (1855)
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Die Verflüchtigung des Chlorammoniums aus dem durch Ab-dampfen erhaltenen Rückstande geschieht, weil in einer Chlor-ammonium haltigen Lösung das Kobaltoxyd durch Kali nichtgefällt wird Diese Fällung muss aber vollständig gesche-hen, um das etwa gegenwärtige Zink in reiner weisser Farbezu fällen. Bei Gegenwart von Kobalt nimmt der mit Boraxoder Phosphorsalz vermengte Niederschlag vor dem Löth-rohre eine blaue Farbe an.

Waren phosphorsaure, oxalsaure, borsaure etc. Erden ge-genwärtig, so wurden diese bei der Fällung der alkalischen Lö-sung durch Hydrothionanimon, sub B, gleichzeitig theilweisegefällt. In diesem Falle löst man den Niederschlag, welcherauch die sub aa, bb, cc aufgeführten Stoffe enthalten kann.in Salpetersäure, setzt hinreichend Chlorammonium zu und fälltdurch Amnionflüssigkeit imUebersehuss. Den dadurch entstan-denen Niederschlag (welcherEisenoxyd, Thonerde und Chrom-oxyd noch enthalten kann) kocht man mit kohlensaurer Kalilö-sung, welche die Säuren aufnimmt, filtrirt, wäscht aus undlöst den im Filter bleibenden Rückstand in Chlorwasserstoff'säure, setzt hinreichend Chlorammonium zu, macht die Lö-sung mit Amnion alkalisch und fällt (die sub aa angegebenenStoffe) mit Hydrothionammon. Die vom letzteren Niederschlageabflltrirte Flüssigkeit enthält die Erden. Durch Zusatz vonChlorwasserstoff und Kochen wird das in dieser Flüssigkeitenthaltene Hydrothionammon zersetzt, durch Filtration derhierbei ausgeschiedene Schwefel entfernt, und alsdann dieklare Flüssigkeit auf die Erden untersucht.

C. Die Erden.

Die sub B nach der Fällung mit Hydrothionam-mon durch Filtration gewonnene Flüssigkeit wirdmit Chlorwasserstoflsäure zersetzt und aufgekocht,um das darin enthaltene Hydrothionanimon zu zersetzen.Dann filtrirt, wird die klare Flüssigkeit auf die alka-lischen Erden geprüft.

Ein Theil der Flüssigkeit wird mit kohlensau-rer Amnionflüssigkeit versetzt. Dadurch werden Kalk,Baryt und Strontian gefällt. Diese werden durchFiltration gesondert, die abgelaufene Flüssigkeit am-moniakalisch gemacht und mit einer Lösung desBitter- phosphorsauren Ammons versetzt, wodurch die Bit-erde t er er de gefällt wird.

Ein zweiter Theil der Flüssigkeit wird mit Was-