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1 (1855)
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Schwefelsäure hinzugegossen, stfirildet sich bei Gegenwart von Sal-petersäure in der oberen Schicht des trocknen Eisensalzes die braun-schwarze Verbindung des Stickstoffoxyds mit dem Eisensalze. DasEisenoxydulsalz hat nämlich das begierige Bestreben, sich in Oxyd-salz zu verwandeln, es entreisst daher der Salpetersäure 3 Aeq. Sauer-stoff, und das freiwerdende Stickstoffoxyd bildet mit untersetztenEisenoxydulsalze die gedachte braunschwarze Verbindung. S. im Kom-ment, unter Acid. nitric.

32. Schwefelsäure, S0 3 +HO, k onc# un( j auc ] 1 verdünnt,dient zur Trennung der schwächeren Säuren aus ihren Ver-bindungen und zur Fällung des Baryts, Strontians und Blei-oxyds, mit welchen letzteren sie in Wasser unlösliche Verbindun-gen eingeht.

33. Schwefelwasserstoff', HS, als Gas, oder in wässrigerLösung als Schwefelwasserstoffwasser, ist ein sehr wichtigesReagens. Es hat die Eigenschaft Metalloxyde in der Art zu zer-setzen, dass sich Wasser und Schwefelmetalle (meist in Wasser un-lösliche) bilden

Aus neutralen und alkalischen Lösungen werden durch Schwefel-wasserstoff Eisen, Kobalt, Nickel schwarz gefällt, Zink weiss, Manganweiss oder fleischfarben;

aus neutralen, alkalischen und sauren Auflösungen: Blei und Wis-'muth schwarz oder braun; Silber und Quecksilber schwarz, Kupferbraun, Kadmium gelb;

aus neutralen und sauren Lösungen: Gold und Platin schwarz-braun, Arsen citronengelb, Zinnoxyd gelb, Zinnoxydul braun, Anti-mon orangenroth.

Bei Anwendung des Schwefelwasserstoffs als Reagens ist es noth-wendig, es im Ueberschuss den zu untersuchenden Flüssigkeiten zu-zusetzen. Enthalten diese Eisenoxyd, oder schweflige Säure, salpe-trige Säure, Jodsäure, Chlorsäure, Chlor, Jod im freien Zustande, sowird zugleich Schwefel ausgeschieden, wobei sich Eisenoxydul, (ausder schwefligen Säure) Schwefel und Wasser, Stickstoffoxyd, Jodwas-serstoff etc. abtrennen oder erzeugen.

34. Schwefelwasserstoff- Schwefelammonium , Schwefelam-nioniuni, Hydrothionammon, NH>S-)-HS, wird zur Fällungsolcher Metalle (Eisen, Mangan, Kobalt, Nickel, Zink) benutzt,welche aus sauren Lösungen durch Schwefelwasserstoff nichtgefällt werden; ferner zur Trennung und Auflösung der Ver-bindungen des Schwefels mit Arsen, Antimon, Gold, Zinnvon den anderen durch Schwefelwasserstoff aua sauren Lö-sungen gefällten Schwefelmetallen.