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men. Die Bereitung der Infusen und Dekokte, welche dastägliche Recepturgeschäft verlangt, und besonders die gleich-zeitige Gewinnung einer solchen Menge destillirten "Was-sers, dass es selbst statt des unreinen Brunnenwassers zurBereitung der Extrakte etc. verwendet werden kann, fernerdas Abdampfen der Extrakte, Schmelzen der Pflaster undSalben, das DestiJJiren der Wässer, spirituöser Flüssigkei-ten etc. ohne alle Besorgniss, welche die Anwendung desfreien Feuers nothwenclig macht, sind zu grosse Vortheileund Bequemlichkeiten, als dass sie nicht die Kosten, die dieAnschaffung des Apparats verursacht, überwiegen sollten.
Die Mängel dieses Dampfapparats sind jedoch auchnicht zu verkennen. Sie beruhen zu meist in der noch feh-lerhaften Einrichtung desselben. Ein Hauptmangel ist der,dass man den Dampf zu keiner Spannung von einiger Be-deutung bringen kann. Man hat jetzt zu diesem Zwecke indie Oeffnungen der Einsatzgefässe Hülsen eingefügt, derenjede durch ein Ventil mit dem Dampfkessel in Verbindunggesetzt wer*den kann. Dadurch ist allerdings die Schlies-sung des Kessels eine festere, aber man vergisst dann auchgewöhnlich ein festeres Material für den Kessel zu verwen-den, so dass er in kurzer Zeit, wenn man öfter einen Dampf-druck von j bis ganzen Atmosphäre benutzte, schadhaft wirdund zu kostspieligen Reparaturen Anlass giebt. Gewöhn-lich besteht der Kessel aus Kupfer und der Deckel aus dem-selben Metall, oder Messing. Dieser wird aber von gewis-senlosen Fabrikanten gemeinlich nur mittelst Weichloth oderZinn auf den Kessel gelöthet. Wie aber schon oben unter„Wärme" angeführt ist, so dehnt sich dasselbe schon bis100° erhitzt viel stärker aus als das Kupfer, und ein Ausein-andergehen der Fugen ist die nothwendige Folge hiervon.Aus demselben Grunde ist auch ein zinnerner Deckel ver-werflich. Ein Hochdruckdampfapparat wird vielleicht nochin keiner der grösseren norddeutschen Apotheken benutzt, ob-gleich das Klima und ökonomische Rücksichten seine An-wendung als nützlich, wenn nicht als nothwendig erheischen.Das Heizen der Zimmer,. das Bewegen verschiedener Hebel(Stossen, Schneiden), das Reinigen der Wäsche, das Ko-
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