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1 (1855)
Entstehung
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einem Becken (hölzernem Fässchen), und damit er nicht durchdas Kühlwasser gehoben werde, befestigt man ihn mit Bindfa-den, welcher durch die Handhaben des Beckens geschlun-gen'wird. Ist die zu destillirende Flüssigkeit sehr flüchtigund haben die Dämpfe derselben ein grosses Ausdehnungsbe-streben, so ist es nothwendig, die den Ketortenhals umschlies-sende Mündung des Kolbens durch einen Kitt, Thierblase etc.zu verschliessen. Um aber der Ausdehnung der DämpfeSpielraum zu lassen, damit sie nicht etwa den Apparat zer-sprengen, ist eine gläserne Röhre (Sicherheitsröhre) in dem

Tubulus r des Kolbens angebracht, welche in eine Flasche cmündet. Diese kann zur Vorsicht, eine vollständige Abküh-lung der etwa übergehenden verdichtbaren Dämpfe zu er-zielen, in ein Gefäss mit kaltem Wasser gestellt werden.Ein guter Kitt für nicht korrodirende, wässrige, weingei-stige, ätherische Dämpfe ist eine mit Wasser zu einem der-ben Teige angerührte Mischung von gleichen Theilen Rog-genmehl und gepulvertem Leinsamenkuchen. Für die kor-rodirenden Dämpfe der stärkeren Säuern eignet sich einKitt aus weissem Bolus und Wasser, welchem man nach Um-ständen etwas Roggenmehl zusetzen kann oder eine Mi-schung aus weissem Bolus und Leinölfirniss. Ein in seinemBauche mit einer Oeffnung versehener Kolben heisst Tubu-latkolben. Haben Retorten in ihrem Gewölbe (bei ?) einesolche Oeffnung, so heissen sie Tubulatretorten. GläserneDestillationsapparate müssen stets nur allmählig und gelinderhitzt werden, wenn man sie vor der Gefahr des Zerreis-