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1 (1855)
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stanzen geschieht mit dem bekannten zwei - bis dreischnei-digen Wiegemesser oder bequemer mit Muhr's Rollmesser(siehe Mohfs Lehrbuch der pharmaceutischen Technik), wel-ches aus 8 bis 12 stählernen flachen, kreisrunden, in derMitte mit einem Loche versehenen Klingen besteht. Mit-telst dieses Loches sind sie, durch Holzringe, je einer zwi-schen zwei Klingen, gleichweit von einander abstehend undin senkrechter Richtung gehalten, auf eine eiserne Axe ge-schoben, welche mit ihren Enden in Handhaben sich bewegt,ähnlich den Nudel - und Mangelhölzern vieler Ilauswirth-schaften. Das Schneiden härterer Substanzen, z. B. derWurzeln, wird mittelst des bekannten geraden Schneide-messers, eines einarmigen Hebels, welcher auf dem Schnei-debrette festsitzt, bewerkstelligt. Das Zerquetschen der Sub-stanzen geschieht im Mörser durch Stossen mit dem Pistill,wobei die reibende (Pulver erzeugende) Bewegung dessel-ben soviel als möglich vermieden wird. Das RasjDeln undFeilen wird selten in den Officinen vorgenommen. DurchGranuliren werden leichtflüssige weiche Metalle, wie ZinkBlei Zinn, zerkleinert. Dies geschieht, wenn man das ge-schmolzene Metall in eine mit trockener Kreide ausgeriebeneHolzbüchse schüttet, dieselbe mit einem gutschliessendenDeckel versieht und heftig schüttelt bis das Metall erkaltetist. Man giesst auch wohl das geschmolzene Metall in ei-nem dünnen Strahle in kaltes Wasser, welches man durchKühren mit einer Ruthe in starke Bewegung setzt, oder mangiesst es durch einen über Wasser gehaltenen Reisigbündel.

Die Trennung der gröblichzerkleinerten Theile von dendamit vermischten gröberen geschieht durch das Species-sieb oder den Durchschlag (Perforat), welche aus Eisen-draht oder verzinntem Eisenblech gefertigt sind.

Gemeinlich unterscheidet man zwei Grade der Zerklei-nerung. Die feinere Speciesform entspricht der Grössedes Koriandersamens oder Leinsamens, die gröbere Formder Grösse des Päoniensamens.

Eine noch viel feinere Zerkleineruife: oder Theihmar dertrockenen Arzneikörper geschieht durch das Pulvern (fiul-verisaiio). Der Zweck dieser Operation ist, den Arzneikör-

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