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setzung gerader Endflächen oder durch Abstumpfung biszum völligen Verschwinden der Oktaederflächen der verti-kalen rhombischen Säule Fig. 48 entsteht die rhombischeSäule Fig. 52 mit horizontaler rhombischer Basis, gleichenSeitenflächen, 8 gleichen Endkanten, 2 stumpferen und 2schärferen Seitenkanten, 4 stumpferen und 4 spitzeren drei-kantigen Ecken. In Stelle der beiden Endflächen findet sichhäufig an der rhombischen Säule eine Endzuschärfung, de-ren Flächen entweder auf die stumpferen oder schärferenSeitenkanten aufgesetzt sind Fig. 53. Diese Form, in wel-cher der ameisensaure Baryt krjstallisirt, kann auch als eineKombination der Formen der Fig. 49 und 52, also als eineKombination zweier rhombischen Säulen betrachtet werden.Je kleiner die Hauptaxe und je grösser die Seitenaxen dereinfachen rhombischen Säule werden, in gleichem Maase nä-hert sich diese alsdann der rhombischen Tafel mit gera-den Handflächen, Fig. 54, welche als eine Kombination derFormen Fig. 47 und 52 erscheint. Die rhombische Säulebeisst auch Disdyoeder, orthorhombische Säule.
Das monoklinische System.
Als Grundform des monoklinischen Systems wird dieschiefe rhombische Säule angenommen; da jedoch in den an-deren Krystallformen gemeinlich von der Oktaederform aus-gegangen ist, so wollen wir auch hier damit den Anfangmachen und dieselbe als Grundform betrachten. Das hiergemeinte Oktaeder ist das
dyhenoedrische rhombische Oktaeder, klino-rhombisches Oktaeder, Fig. 55 und 56. Es unterscheidet sichwesentlich vom KUombenoktaeder durch eine geneigte Ba-sis. (Yergl. Fig. 43.) Die Axenlage, welche das monoklini-sche System bestimmt, zeigt Fig. 56. Diese Form kommtwenig und nur untergeordnet vor. Durch Abstumpfung derSeitenkanten entsteht die schiefe rhombische Säule ?schiefes rhombisches Prisma, klinorhombische Säule, Dyhe-noeder, Fig. 57 a b, eine Krystallform, die am häufigstenan künstlichen und natürlich erzeugten Krystallkörpern, wie