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1 (1855)
Entstehung
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55
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und 4 stumpfer unter sich abwechselnd. Die Seitenkantensind gleich. Die Axen durchschneiden sich rechtwinklich.Da keine der Axen sich vor der anderen auszeichnet, indemsie alle 3 ungleich sind, so ist es gleichviel, welche man alsHauptaxe annimmt. Desshalb kann man auch ein und das-selbe Rhombenoktaeder bald als ein vertikales, bald als einhorizontales spitzeres, oder als ein horizontales stumpferesbetrachten, je nachdem man die längste, die mittlere oderkürzeste Axe als Hauptaxe annimmt, doch ist immer dieeinmal als Hauptaxe gewählte durch das ganze System fest-zuhalten. Natürlich wählt man die sich vor den anderenam meisten auszeichnende als Hauptaxe. Weil von den sechsEcken des Rhombenoktaeders, Fig. 43, immer nur je 2 ein-ander gleich sind, nämlich die obere und die untere, dievordere und hintere und die beiden an der rechten undlinken Seite, eben so auch die Kanten ungleich sind, näm-lich die zweierlei Endkanten und die Seitenkanten, so istauch eine verschiedene Flächenbildung an diesen verschie-denen Stellen möglich. Es können die einen unverändertbleiben, während die anderen eine Veränderung z. B. Ab-stumpfung erleiden. Aehnlich wie beim Quadratoktaedergiebt es auch Rhombenoktaeder, welche an ihren Endeckendurch 4 Flächen abgestumpft sind, Fig. 44.

Durch gerade Abstumpfung zweier einander gegenüber-liegenden Ecken entstehen Formen von der Art der Fig. 44,45, 46. Durch weitere Abstumpfung bleibt zuletzt die rhom-benoktaedrische Tafel, z. B. Fig. 47. Jede der 2 über-einstimmenden Abstumpfungsflächen steht rechtwinklich aufder entsprechenden Axe. Durch gerade Abstumpfung derSeitenkanten entsteht eine (vertikale) rhombische Säule,vertikales Prisma, Fig. 48; durch gerade Abstumpfung derschärferen Endkanten zwei andere (horizontale) rhombischeSäulen, horizontale Prismen, von denen die eine durch einelängere, die andere durch eine kürzere Axe sich unterschei-det, z. B. Fig. 49. Kombinationen der verschiedenen rhom-bischen Säulen, wie sie bei der schwefelsauren Talkerde unddem schwefelsauren Zinkoxyde, dem salpetersauren Kali etc.vorkommen, zeigen die Figuren 50, 51«, 51*. Durch An-