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ein solches erhitztes Gefäss plötzlich abgekühlt wird, wenn manz. B. einen heissen Schmelztiegel auf einen kalten Stein stellt.
Beim Erkalten ziehen sich nämlich die durch Wärmeausgedehnten Körper auf ihr ursprüngliches Volumen zusam-men. Eine scheinbare Ausnahme hiervon scheinen einigeKörper, wie Wasser, Eisen, Wismuth, Kupfer, Silber etc.zu machen, wenn diese aus dem flüssigen in den festen Zu-stand übergehen, wenn sie erstarren. Der Grund ist darinzu suchen, dass ihre Theilchen (Atome) aus dem flüssigenZustande in den festen übergehend sich krystallinisch ord-nen, wozu sie eines grösseren Kauines bedürfen. Daher dasSprengen der Gefässe durch gefrierendes Wasser. Das Zu-sammenziehen des Thons, des Holzes durch Wärmeeinwir-kung hat seinen Grund in der Wegtreibung der in ihrenPoren haftenden Wassertheile (Feuchtigkeit).
Auf der Erfahrung, dass sich die Körper durch Wär-mezunahme ausdehnen, durch Wärmeverminderung zusam-menziehen , beruht die Einrichtung und Zusammensetzungder Thermometer, Wärmemesser. Man hat Queck-silber-, Luft-, Weingeist- und Metallthermometer. Fürden pharmaceutischen Gebrauch eignen sich besonders dieQuecksilberthermometer. Ein solches besteht aus ei-ner sehr engen verschlossenen, ihrer Länge nach gleichweiten (kalibrirten) nur an dem einen Ende zu einerKugel erweiterten Glasröhre, welche theilweise mit Queck-silber gefüllt ist. Der nicht gefüllte Raum ist fast luftleer.Das Quecksilber steht hinsichtlich der Ausdehnungsgleich-mässigkeit durch Erwärmen der Luft sehr nahe, bei denmittleren Temperaturgraden fast gleich. Mit Zunahme derWärme dehnt sich das Quecksilber in der Röhre aus undfüllt dann einen grösseren Raum derselben an, es steigt;mit der Wärmeabnahme zieht es sich zusammen, es sinktalso in der Röhre. Um dieses Steigen und Sinken desQueksilbers näher zu bestimmen, sind zwei Punkte ange-nommen: der Frost- oder Gefrierpunkt und der Koch-oder Siede'punkt. Der erstere wird erhalten, wenn manden zu einer Glaskugel erweiterten mit Quecksilber gefüll-ten Theil der Röhre in schmelzenden Schnee oder Eis, den