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welche von mehreren Chemikern gewürdigt wird, findet zwi-schen der Bildung der Sauerstoffsalze und Haloidsalze eineAnalogie, die sich darauf begründet, dass man die soge-nannten Sauerstoffsäuren für Verbindungen eines Radikalsmit Wasserstoff betrachten kann, gleich wie man die Cyan-wasscrstoffsäure als eine Verbindung des Kadikais Kohlen-stickstoff mit Wasserstoff oder die Chlorwasserstoßsäure alseine Verbindung des Kadikais Chlor mit Wasserstoff ken-nen gelernt hat. Wenn Chlorwasserstoffsäure mit Natrium-oxyd (Natron) sich verbindet, so bildet der Wasserstoff derSäure mit dem Sauerstoff des Natriumoxyds Wasser undChlor und Natrium das Chlornatrium. Verbindet sich Cyan-wasserstoffsäure mit dem Natron, so findet ähnliches statt,auf der einen Seite bildet sich Wasser auf der anderen SeiteCyannatrium. In beiden Fallen tritt das Natrium in Stelledes Wasserstoffs, und der Erfolg ist eine Salzbildung. Esbildet also ein Kadikal (Chlor, Cyan) mit Wasserstoff e i n eSäure, mit einem Metall (Natrium) aber ein Salz.
Das einfache Hydrat der Schwefelsäure, welches aus 1Atom Schwefelsäure und 1 Atom Wasser besteht und dieFormel HO + SO s hat, kann unbeschadet seiner chemischenEigenschaften als eine Wasserstoffsäure betrachtet werden,wenn man die Atome seiner constituirenden Elemente sogruppirt, dass man den Wasserstoff als säurendes Elementannimmt und den mit ihm bis dahin verbundenen Sauerstoffmit der Schwefelsäure vereinigt, um ein Radikal zu erhalten,was eben durch den Wasserstoff die Eigenschaft einer Säureerlangt. Hiernach würde das Hydrat der Schwefelsäure dieFormel H-f SO 4 erhalten. Tritt nun diese Säure mit Na-tron zu einer Verbindung zusammen, so wird der Wasser-stoff durch Natrium verdrängt, indem der Sauerstoff desNatrons sich mit ihm zu Wasser vereinigt; das schwefel-saure Natron erhält somit die Formel Na-l-SO 1 . Löst sichZink in mit Wasser verdünnter Schwefelsäure auf, so erklärtman sich dies dadurch, dass einfach das Zinkmetall in Stelledes Wasserstoffs tritt und dieses deplacirt als Gas entweicht.Die Formel NaO + SO s verwandelt sich in Na-fSO 4und die Formel ZnO-f-SO 3 verwandelt sich in Zn-j-SO*.