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1 (1860)
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das Chlorwasser durch salpetersaures Silberoxyd als Chlorsilber fällen,und entweder nach der Titrirmethode oder mit der Wage auf seinenChlorgehalt wie die Salzsäure untersuchen. Bei der Dispensation desChlorwassers ist viel von den Aerzten gesündiget worden; dieselbehat in schwarzen Flaschen ohne Korkstöpsel, und unter Vermeidungaller organischen Körper, und namentlich aller Syrupe und Pigmentezu erfolgen, wenn der Kranke etwas anderes als eine Verdünnungvon Salzsäure erhalten soll. Das allem Organischen feindliche, Sar-cina-, Pilz- und Algenbildungen zerstörende, desinficirende, unreineGeschwürsflächen reinigende, atonische und schlaffe Schleimhäute er-regende und rigescirende Chlorwasser wird daher am besten für sichallein, ohne alle Corrigens, Adjuvans oder Vehikel verschrieben, dis-pensirt und angewandt werden.

IiXVII.

Aqua Cimiamoini Simplex, Einfaches Zimmt-

wasier.

Ep. Zerstossene Zimmtkassienrinde . . . ein Pfund

Gewöhnliches Wasser......zwölf Pfunde

Man niacerire durch 12 Stunden und ziehe . . .

................sechs Pfunde ab.

Milchig, trübe, sich allmälig klärend und Oel abscheidend; derCinamyl-Wasserstoff-Antheil des enthaltenen Zimmtöls verwest all-mälig zur Zimmtsäure, die saure Eeaktion bedingt.

LXVI1I.

Aqua C'iniiaiiiomi spirituosa, Geistiges Zimmt-

wasser.

Ep. Zerstossene Zimmtkassienrinde . . . ein Pfund

Gewöhnliches Wasser......fünf Pfunde

Eektifizirten Weingeist.......ein Pfund

Man macerire durch 12 Stunden und ziehe ab . .

..................drei Pfunde.

Diese Variante ist völlig unbegreiflich, entweder Zimmtwasseroder Zimmttinktur, aber ein Gemische von beiden, und keines recht,und jedes halb , lässt gar keinen vernünftigen Zweck errathen. Fastwäre es dann schon gerathener gewesen, aus der Apotheke in dieLiqueurfabrik zu flüchten und dem Beispiele Schwedens zu folgen,das seinem Präparate Cognac und Zucker zusetzt.

li