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Alumen ustum, gebrannter Alaun, Alumen cal-
cinatum seu spongiosum, Sulla« Aluininae et
Lixivae anhyder.
Dieses Präparat, gleichfalls das Erzeugniss che-mischer Fabriken stellt eine amorphe sehr leichteblendend weisse schwammige nur schwach schrum-pfend schmeckende Masse dar, die nach längeremLiegen an der Luft sich mit Feuchtigkeit sättigt unddann vollständig im Wasser löst. Er soll desshalban trocknem Orte wohl verschlossen aufbewahrtwerde n.
Ein zu stark gebrannter Alaun, der ausser sei-nem Krystallwasser auch einen Theil seiner Schwe-felsäure verloren hat, ist zurückzuweisen,
Der krystallisirte Alaun, das vorige Präparat enthält wieerwähnt, 24 Aeq. Krystallwasser, was 45'/, Perzente entspricht;er schmilzt bei 92 Graden und wird unter steter Abgabe vonWasser dickflüssiger, bis er sich endlich bei 120 Grade in einezähe Masse von 14 Aequivalenten oder 33 Prozenten Wasserverwandelt, die erst bei 300 Graden unter starkem Aufblähenalles Wasser ausgibt und die schwammige poröse Masse desgebrannten Alauns des wasserfreien Thonerdekalisulfats zurück-lässt, wozu ein mehrstündiges Erhitzen des unglasirten in einenWindofen eingesetzten Thontopfs erforderlich ist. Je allmähligerman feuert, um so poröser und leichter wird das Produkt; über300 darf aber die Hitze nie gesteigert werden, weil sonst dieschwefelsaure Thonerde in entweichende Schwefelsäure und zu-rückbleibende unlösliche und unwirksame Thonerde zerlegt würde.
Der gebrannte Alaun umss: 1. mit Wasser gekocht oderauch blos längere Zeit damit durchfeuchtet und digerirt vollkom-men ohne Rückstand löslich sein. 2. Seine Lösung im Wassermuss blaues Lakmus deutlich röthen. Zeigte er beide Momentenicht, so wäre er zu stark geglüht oder todtgebrannt. 3. EineProbe desselben auf den Boden eines trockenen warmen Glas-kölbchens geschüttet soll den abgekühlten Hals des Kölbchensbeim Erhitzen über der Weingeistlampe nicht bethauen oder
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