XXIX.
Aelher aceticus, Essigätlier, IVapIita Aceti, Aethervegetafoili», essigsaures Aethyloxyd.
Rp. Krystallisirtes essigsaures Natron werdevollständig zur Trockne gebracht; von dem ge-trockneten Salze gebe man . . sechzehn Unzenin einen Glaskolben und übergiesse sie mit einerMischung aus: höchstrektifizirtem Weingeist . • ♦
................ sechze hnUnzen
und englischer Schwefelsäure. . . zwanzig Unzen
Von dem vierundzwanzigstündiger Ruhe über-lassenen Gemisch destillire man aus einem mit demLiebig'schen Kühlrohr verbundenen Kolben . . .
............... achtzehn Unzen
in eine gut gekühlte Vorlage über.
Das Destillat wird mit einem gleichen Volu-men gesättigter Kochsalzlösung geschüttelt; dieAetherschiehte, die sich rasch abscheidet abgeho-ben, durch 24 stündige Digestion über Chlorkal-zium entwässert und aus dem Wasserbade destil-lirt. Dieses Rektifikat ist in gut verschlossenenGefässen aufzubewahren.
Die farblose, wasserhelle angenehm undeigen-thümlich riechende Flüssigkeit muss die spezifi-sche Schwere 0,895 besitzen, mindestens 10 Ge-wichtstheile destillirten Wassers zur Lösung er-fordern, völlig säurefrei und flüchtig sein.
DerProzess der Essigätherbildung schematisirt sich folgenderMassen: C 4 H, 0 ;! . Na O, C 4 H 3 . O HO, SO, IIO=C 4 H s 0 3 .C 4 H 5 0, S0 3 NaO, 2HO. d. h. Die Schwefelsäure macht zuerst
Kletzinsky'ä Commentar (z. neuen Osten-. Pharmakopoe). JJ
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