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Lichtbrechung und das Bestimmungswort „Vitriol", von deno-leichnamigen Metallsalzen, namentlich dem Eisenvitriol oderschwefelsauren Eisenoxydule entlehnt. Das nunmehr hauptsäch-lich in Böhmen gewonnene Vitriolöl ist ein analytisches Produkt,dargestellt durch die Destillation des basisch - schwefelsaurenEisenoxyds. Dieses letztere Salz wird aus dem SchwefelkieseFe S> gewonnen, indem man dieses häufige, dem Metallurgen sehrunwillkommene Mineral röstet, wobei ein Atom Schwefel weg-geht, welcher bei Luftzutritt zu schweflicher Säure verbrennenwürde, bei Luftabschluss aber sich als solcher in elementaremZustande gewinnen und zu Stangenschwefel schmelzen oder zuSchwefelblumen raffiniren lässt. Der Rückstand des Röstprozessesist einfach Schwefeleisen, Fe S, eine schwarze, hie und da buntangelaufene, fast metallglänzende zusammengesinterte Schlacke,welche auf Halden, die mit thonigen, wasserdichten Abzugsgräbenversehen sind, aufgehäuft und mit Wasser begossen, einer monat-bis jahrelangen athmosphärischen Verwitterung ausgesetzt wird.Durch Oxydation auf Kosten des athmosphärischen Sauerstoffsbildet sich zuerst Eisenvitriol Fe 8 + 0 4 = SO,. Fe O. DiesesSalz kann aus den verwitternden Halden und unmittelbar mitWasser ausgezogen und wegen seiner grossen technischen Ver-wendbarkeit in Grärberei, Färberei, Berlinerblau- und Tintenfabri-kation mittelst Abdampfen und Krystallisiren gewonnen werden,in welchem Falle dann nur die Oxyd und ThonerdehältigeMutterlauge zur Gewinnung des Oleums benützt wird, oder aber,(wenn es auf keine Eisenvitriolgewinnung ankäme) man lässtdie Verwitterung weiter fortschreiten, wobei sich aus zwei AtomenEisenvitriol und einem Sauerstoffatome der Luft basisehschwefel-saures Eisenoxyd bildet:
2 (SO, . Fe O), 0 = 2SO, . Fe 2 O,. Dass dieses Salz trotzseines Doppelatoms an Säure doch mit allem Rechte ein basischesgenannt wird, erhellt sogleich, wenn man bedenkt, dass jene Salzeneutral sind, welche auf jedes Sauerstoffatom der Base ein Säure-atom enthalten. Die Sesquioxydsalze haben nun 3 Atome Sauer-stoff in der Base und bedürfen daher auch dreier Säureatomezur (wissenschaftliehen) Sättigung 3SO ;! .Fe 2 0 3 , 3SO ;1 AL 0 3 sinddie Formeln des neutralen schwefelsauren Eisenoxydes und derneutralen, schwefelsauren Thonerde. Salze, die nun weniger Säure,als die von der stöcliiometrisclien Sättigungscapncität gefor-
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