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1 (1860)
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111
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Weingeist und Aether, in zwei Theilen kochenden Weingeist in3 Theilen hcissen und in 25 Theilen kalten Wassers, trotzt derSalpetersäure, der Chromsäure, dem Chlorgase und allen oxydiren-den Chlorsäuremischungen, brennt mit bläulicher Flamme undliefert, in schmelzendes Kalihydrat eingetragen, Klee säure, wäh-rend sie mit den Dämpfen wasserfreier Schwefelsäure zusammen-treffend, die gepaarte Bernstein-Schwefelsäure darstellt.

Um die Bernsteinsäure sicher zu ermitteln, kann man sichihrer Flüchtigkeit, ihrer Krystallform, ihrer lythischen Verhält-nisse, ihres Verhaltens gegen Kalksalze, mit welchen sie zum Unter-schiede von der Weinsäuregruppe keine Fällungen erzeugt, gegenBleizuckerlösung, womit sie zum Unterschiede von der Aepfelsäurekeine permanente, in der Hitze harzartig backende, sondern nureine transitorische Fällung hervorruft, und endlich gegen Eisen-chlorid, das sie in neutraler Lösung bräunlich fällt, bedienen;doch ist zu bemerken, dass die letztere Reaktion bei Gegenwartvon viel brenzlichem Oele versagt und zum Unterschiede von derBenzoesäure, auch im Falle ihres Gelingens, stets durch eine nega-tive Manganprobe kontrollirt werden soll.

Zur Prüfung der Reinheit des offizinellen Präparats mag Fol-gendes Berücksichtigung finden :

1. Mit Salzsäure angesäuerte Barytlösung darf keinenSchwefelsäuregehalt verrathen.

2. Kleesaures Amnion oder Kleesalz in Essigsäure gelöstdarf keinen Kalk- respective Gypsgehalt der Säure entdecken.

3. Die blassgelbe, nicht etwa dunkelbraune Säure in Wein-geist völlig löslich, hinterlasse, bei geringer Rösthitze, nach ihrerVerflüchtigung, nur einen geringen Rückstand kohliger Beschaf-fenheit.

Die Punkte 1, 2 und 3 betreffen zufällige, von der Bereitungstammende Verunreinigungen. Die folgenden Punkte müssen daraufRücksicht nehmen, dass man doppelt schwefelsaures Kali Salmiak,Weinstein, Weinsäure, Alaun; Borax oder Klcesäure mit Bern-steinöl tränkt und diese Fälschung des hohen Preises der echtenBernsteinsäure wegen in den Handel setzt.

4. Ein bei der Glühprobe sich ergebender mineralischerfixer Rückstand a reagirt in Wasser gelöst auf Lakmus starkalkalisch (Weinstein, der zu Pottasche verbrennt) ß er reagirt mitSalzsäure angesäuert, auf Curcuma braun, (Borsäure) er wird mit