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wird auf bekannte Weise durch Chlorbaryum und nachfolgendeAnsäuerung mit Salzsäure verrathen.
XXI.
Icidum phosphoricum purum reine Phosphor-
säure.
Rp. Glasige Phosphorsäui'e . . . Zwei Unzen.Destillirtes Wasser .... Zwölf Unzen.
Die solchergestalt bereitete Lösung werde mitSchwefelwasserstoffgas gesättigt und mehrere Tagebis zur völligen Abscheidung des Schwefelarsens aneinem warmen Orte stehen gelassen; die dekanthirteFlüssigkeit wird bis zur völligen Verjagung des Hy-drothions erwärmt und das Piltrat bis zum spez.Gewichte 1,13 verdünnt. So dargestellt sei sie einewasserhelle, färb- und geruchlose, rein sauer schme-ckende Flu ssigk eit, die löPerzente wasserfreier Säureenthalte, Eiweisslösung nicht fälle, und mit Ammoniakneutralisirfc, die Lösung von salpetersaurem Silberoxyd gelb niederschlage. Sie soll keine Schwefel-säure, keine salpetrige, phosphorige und arsenigeSäure und nur spurenweise Kalk und Bittererde ent-halte n.
Die Billigkeit des Rohprodu ktes und die Leichtigkeit seinerReinigung von allen therapeuthisch gefährlichen Verunreinigungenmachen diese Methode in ökonomischer und sonstiger Beziehungweit empfehlenswerther, als die Darstellung der Phosphorsäureaus Phosphor im Kleinen. Durch die Lösung im Wasser und dietagelange Digestion in der Wärme, noch mehr aber bei demschliesslichen Aufkochen wird die Metaphosphorsäure in diegewöhnliche Phosphorsäure übergeführt, die eben das ärztlichverlangte Präparat darstellt. Um der Abscheidung des Arsensvöllig gewiss zu sein, ist es räthlich, einen langsam gleichförmigenStrom von Schwefelwasserstoffgas efwa 24 Stunden lang durchdie Flüssigkeit streichen zu lassen. Je kleiner die Menge desArsens, um so schwieriger und später erfolgt seine Abscheidung.