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1 (1860)
Entstehung
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I

durch eine untergestellte Lampe erhitzt, und der Alkoholdampfentzündet. Bei Borgegenwart entsteht eine grüne Säumung derP'lamme, die namentlich heim öftern Ausblasen und Wiederent-flammen oder bei dem Umrühren mit einem Glasstabe deutlicherkannt wird.

Zur Reinheitskontrolle der ofrizinellen Borsäure diene Fol-gendes :

1. Der Geschmack sei weder salzig, noch entschieden sauer.

2. Sie sei in 3 Theilen siedenden Wassers und in Weingeistohne Rückstand löslich.

3. Ihre Lösung werde weder durch salpetersaures Silberoxyd(Salzsäure), noch durch Chlorbaryum (Schwefelsäure) weiss gefällt.

Ob und in wiefern sie das traditionelle Ephitheton ,,sedativ"etwa richtiger verdiene, als die ganz falsche Bezeichnung „sal"oder „Salz" muss nach dem heutigen Stande der Experimental-therapie gänzlich dahingestellt bleiben; ihre angebliche, das Ge-tässleben beruhigende, bei menorrhoischen Störungen so gerühmteWirkung ist bisher weder rationell erklärt, noch, wenn man auf-richtig sein will, mit Schärfe erfahrungsgemäss bewiesen worden;nicht jeder, sondern nur der ursächliche Erfolg ist Beweis, nichtjedes post hoc ist ein propter hoc. Die Säure in kleineren Gaben ge-nommen, erscheint als Natron- und Kalisalz, wie jede Mineral-säure im Harne, und ist nach dem Einäschern desselben, durch dieFlammen- und Curcumaprobe deutlich nachweisbar. Von den Bo-raten erscheinen diejenigen, deren Base sich zur Resorption insBluteignet, als solche im Harne (Borax) während diejenigen, deren Basees nicht ist, wie z. B. das borsaure Eisenoxyd, mindestens theilweiseeiner Zersetzung im Darmkanale unterliegen, in Folge derer dieSäure als Alkalisalz ins Blut aufgenommen und die Base alsMetallsulfuret (Schwefeleisen) auf fäkalem Wege entleert wird.

leid um chloronitrosuin, Salpetersalzsäure, aci-«liuii nitroso muriaticum, aqua regia. Königs-wasser,

Rp. Konzentrirte Salzsäure . . zwei Theile.Konzentrirte Salpet ersäur e . . einen Theil.Das Königswasser ist im Momente seines Er-fordernisses zu mischen.