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trirt werden. Hierher gehören alle concentrirten Mineralsäuren,viele sauren Metallsalze, die ätzenden Alkalien. Man filtrirt sieam besten über bleifreies gestossenes Glas, das in einen gläser-nen Trichter gestampft ist, oder man reinigt sie durch die De-kanthation, d. h. durch ruhiges Stehenlassen und Abgiessen derklaren Flüssigkeit von dem Sedimente. Häufig geschieht dieKlärung organischer Säfte durch den Akt der Despumation, mankocht sie dann entweder für sich oder durch Zusatz von etwasHühnereiweiss oder etwas Hausenblase, Gallerte, die beim Gerin-nen die schwebenden Unreinigkeiten cinschliessen und nach auf-wärts reissen, wo sie mit dem Schaumlöffel abgenommen werdenkönnen. (Mel despitmatum.)
5. Decoctum, die Abkochung. Alle Massen, die an kaltesWasser ihre wesentlichen gewünschten Arzneikörper nicht abge-ben, hingegen auch keine wirksamen flüchtigen Bestandtheileenthalten, werden in verkleinertem Zustande mit der hinlängli-chen Menge destillirten oder Brunnenwassers erhitzt und durcheine viertel, halbe oder ganze Stunde unter Zugiessen der ver-dampften Wassermenge im Kochen erhalten. Nach dem Erkal-ten wird colirt. Bei im kalten Wasser völlig löslichen Stoffenist die Abkochung überflüssig,* bei flüchtigen Stoffen ist sie schäd-lich, weil eben diese bei dem hohen Hitzegrade entweichen. Einlängeres Behandeln der Stoffe mit heissem Wasser oder anderenheissen Menstruen, wenn auch eben nicht bei der Kochhitze,wird Digestion genannt, geschieht es aber mit kalten Menstruen,ohne dass vollständige Lösung erfolgt, so heisst es Maceration,Einweichung oder Quellung.
6. Eläosaccharum, Olzucker. Theils zur Geschmacksverbes-scrung, theils behufs leichterer Dispensation und längerer Auf-bewahrung werden die ätherischen Öle mit Zucker abgerieben;die Bereitung geschieht gewöhnlich ex tempore; auf eine Drachmedes Zuckers wird meistens ein Tropfen des ätherischen Öls ge-rechnet.
7. Electuarium, die Latwerge, der Leckbrei von teqa lecken,ist ein Arzneimittel von Musconsistenz; es hält sich namentlichim Sommer nicht lange gut und wird durch Einkochen verklei-nerter Pflanzenblätter mit Syrupen bereitet und oft mit andernIngredienzien gemischt. Hieher gehören die obsoleten Theriake.
8. Elixirium. aus dem Arabischen al ehchessir , die Essenz
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