Druckschrift 
2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
Entstehung
Seite
826
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

826

weise auch kostspieliger ist, hat das Produkt auch eine anderechemische Zusammensetzung, nämlich eine» geringern Gehalt anBleioryd, trotzdem es mit der Zeit sehr fest, ja fast brüchigwird, da ihm ein gewisser Gehalt an unterbundener Oelsäure,die meist vorhanden, mangelt, welche man demnach in geringerMenge zuzusetzen vorschlug, um ein entsprechend beschaffenesProdukt zu erhalten.

Die übrigen Pharmacopöen weichen im Verhaltniß derGlätte zum Oele ab, so läßt die ?n->i-n,. buiu88 , di>v»r., «»x.,!,»., u, m. a. 5 Theile der eisten auf 9 Theile des letzteren; diernarm. ßnll. gleiche Theile Glatte Oel und Schweinefett nehmen,was Bezug auf die Bestandtheile hat, da das Produkt dannauch talgsaures Bleioxyd enthält.

Das einfache Diachylonpfiaster bildet eine weiße, nur etwasgelbliche, feste, in der Hand einige Zeit gehalten weich und zähewerdende Masse, die in erwärmten Oelen löslich und in derHitze schmelzbar ist.

Fehlerhaft ist solches, wenn es zu fest oder zu weich, gleich-sam schmierig, von außen nno innen ungleichförmig, nämlichfast körnig ist, vom Anbrennen eine bräunliche Farbe besitzt, mitWasser geschmolzen dasselbe milchicht macht, i» Oelen sich nichtvollständig auflöset, sonder» Bleioryd «. absetzt, endlich ge-schmolzen Bleitheile absondert.

Dasselbe wird selten für sich, vielmehr zur Vereitung zu-sammengesetzter Pflaster verwendet, von welchen betreffendenOrtes unter den pharmaceutischen Präparaten das Nähere zufinden ist; daher hier nur noch bemerkt wird, daß auch dasBleiwcißpfiaster und Salbe, das braune Cerat, das sogenannteNürndergerpflaster u. m. a. als wesentlichen Bcstandtheil öl' undmargarin- oder talgsaureö Bleioryd, ersteres noch überschüssigesBleiorydhydrat enthalten.

sapo olei rioinl, N ici n u s ö l s e ife, wird ganz so wie diemedicinische Seife dargestellt, und ist in neuern Zeiten statt desRicinusöles vorzüglich in Form eines Linctus in Anwendunggekommen. Selbe enthält außer der Oel- noch drei eigenthüm-