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Die medicinische Seife wird hauptsächlich in Pillenformmit andern Zusähen oder mit einem Syrupe, Magnesia und de-stillirlem Wasser eine Art Linctus verfertiget, seltener in Dekok-ten, Infusa «. aufgelöst innerlich angewendet.
Die rn»rm. doru38., zaxon. u. m a. lassen die medici-nische Seife auf die obbeschriebene Weise darstellen, nur lassen siestatt Mandel-, Provenzeröl nehmen, doö gleichfalls eine Seifeliefert, die aus öl- und margarinsaurem Natron bestehe, jedochauch in dem Fall stearinsaures Natron enthält, wen» nicht ganzfeines und reines Olivenöl angewendet worden, denn die warmgepreßte leichter gestockbare Handelswaare ist in der Regel stearin-haltig, wie solche auch außerdem andere Oele :c. beigemengtenthalten und sonst minder rein sepn kann (man vergleiche I. Ab-teilung des Commentars, S. 637), weßhalb vorzuziehen, zum ei«gentlichen innern Arzneigebrauche dieses Präparat mittelst Man»delöl anzufertigen, und solches als 8apo llm^ßäzlinu« (Man»delölseife) zu bezeichnen, dagegen zu andern Zwecken eine
82^)0 c»l6ÄC6U8,Oli ven öl seife (v. 8gz,n me^icinal. oum oleo nliv»r.) vor-rathig zu halten, welche auf die früher erläuterte Weise zu be-reiten und hauptsächlich statt der venetianischen Seife in An-wendung zu bringen ist, da solche sehr unrein, besonders bis zu'/, ihreö Gewichtes mit einer thonigen Erde verfälscht vorkommt,und dann selbst bei Darstellung des Seifengeistes Störungenbezüglich der ungleichen Menge vorhandener wirklicher und sichauflösender Seife verursacht.
Außer diesen werden noch nachstehende Seifenalten undGemenge medicinisch angewendet:
Aromatische Seife zu Badern. Hierzu gibt die^narm.duruz». folgende Vorschrift:
Gepulverte weiße spanische Seife 4 Unzen,
Stärk mehl 2 Unzen,
Florent. Veilchen wurzelpu lver I Unze,
peruvianifchen Balsam 7 Tropfen,
Bergan« otöl,