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die unterhalb deö Spihballons angebrachte Flasche wechselt;den gemachten Erfahrungen zu Folge geht, wen» nicht ganzwasserfreier Alkohol destillirt wird, wie es hier der Fall, zuerstmehr wasserhaltiger und dann immer mehr reiner Alkohol über,bis zuletzt derselbe wieder schwächer wird, daher man das De>stillat abermal abnimmt, wenn '/, des der Destillation unter-worfenen Fluidums übergegangen sind; das später sich conden-sirende wird als alkoholisiiter Weingeist besonders aufbewahrt.
Da das zur Entwässerung angewendete kohlensaure KaliWeingeist eingeschlossen enthält, so kann es zuletzt in die Re»torte gebracht und die Destillation fortgesetzt werden, als nochein brauchbares alkoholisches Fluidum übergeht.
Der so gewonnene Alkohol ist zwar nicht ganz wasserfrei(sondern enthält noch 3 Procent davon), in welchem Zustandeer nur erhalten wird, wenn man ihn über geglühtes Calcium-chlorid destillirt; jedoch muß man, wenn bei ^ Alkohol über»gegangen sind, dem Netorteninhalte etwas Wasser zusetzen, dasonst besagtes Salz den übrigen Theil Alkohol fest zurückhält,mit dem es nämlich in Ermanglung des Wassers in Verbindungtritt und bei weiter gesteigerter Erhitzung selbst entmischt, so wie einchlorhaltiges Produkt gebildet wird; demnach vorzuziehen zu dengewöhnlich pharmaceutisch-chemischen Zwecken, den nur bis zudem bestimmten Punkte entwässerten Weingeist anzuwenden, wozuer ganz wohl benützt werden kann.
Der Alkohol von obgedachter Beschaffenheit bildet einfarbenloses, dünnflüssiges klares Liquidum, von schwachem an»genehm geistigen Geruch und starkem gleichen Geschmacke, erbesitzt ein spec. Gewicht von 0,800 — 0,810 (ganz wasserfrei von0,794); zieht an der Luft Feuchtigkeit an und verdampft gleich-zeitig, läßt sich mit Wasser unter Temperaturerhöhung, Volu-mensverminderung und vorübergehender schwacher Trübung mi-schen, ist sehr leicht entzündlich, brennt mit bläulicher Flammeohne Rußabsehung ; siedet schon bei -j- 60° R., läßt sich vollkom-men überdestilliren und löset verschiedene, vorzüglich viele Stoffeauf, auf die Wasser und auch der Aether keine Wirkung hat,wie mehrere Alkaloide, Harze und andere nähere Bestandtheiledeö organischen Reiches, wie er selbst Ametalle, Alkalien, Sau»