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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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777
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Kartosselmaische gewonnen, dann durch gleichzeitig oder spätervorgenommene Rektifikation bis zu einem gewissen Grade con-centrirt, d. t). minder wasserhaltig dargestellt und zugleich ge-reiniget wird, wornach er den im Handel vorkommenden Wein-geist, 8pir!l,u5 vini venaliz darstellt, der als pharmaceulischeWaare in der 1. Abteilung des Commeutars, so wie in derweitern Beziehung obangegebenen Ortes in Betracht genommen,daher, da dessen Produktion nicht zu den Beschäftigungen desApothekers gehört, das dießhalb so wie bezüglich des beim Ein-kaufe desselben zu wissen Nöthige allda angegeben zu finden ist.Da der käufliche Weingeist, welcher die gehörige Stärke,d. i, beiläufig 78,5 pCt. Alkohol, daher 21,5 pCt. dem Gewichtenach Wasser enthalten und ein spec. Gewicht von 0,850 besitzenmuß, nicht zu medicinisch-pharmaceutischen Zwecken seines Fu»selgehaltes und sonstiger Beimengungen in Essigsäure und da-durch bedingten Metallgehalts bestehend, geeignet ist, so schreibtdie österreichische Pharmacopöe nachstehendes Verfahren vor, um:

gereinigten Weingeist darzustellen:

Käuflicher Weingeist 10 Pfuno,zubereitete Kohle 8 Unzen,lebendiger Kalk I Unze, werden in einem gutvermachien Gefäße 24 Stunden lang in Berührung gelassen,darauf die Flüssigkeit abgegossen und aus dem Wasserbade einerDestillation unterworfen; der übergehende Weingeist wird teil-weise abgenommen und seiner Stärke nach in drei Portionenabgetheilt, so daß die erste bei einer Temperatur von -j- 14 einspec. Gewicht von 0 830, die zweite von 0,850 und die dritteeine Dichtheit von 0,910 besitze.

Zu bemerken ist: Um die Reinigung des käuflichen Wein»geistes zweckgemäß vorzunehmen, verfährt man folgendermaßen:Der Kalk wird gepulvert, mit kurz zuvor durchgeglühterund dann gröblich gepulverter Kohle gemengt) in eine geräumigeFlasche gebracht, der Weingeist hinzugesetzt und alles unteröfterem Umschütteln, die angegebene oder auch längere Zeit hin-durch in gegenseitiger Berührung gelassen; mittlererweile aberder Destillationsapparat zusammengestellt, welcher, wenn nicht