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abdampft, dann an einen kühlen Ort gestellt, dem Krnstalli.-siren überläßt; die so und durch weiteres Verdunsten der Mutter-lauge erhaltenen Krnstalle werden zwischen Fließpapier getrock«net, aufbewahrt.
Dasselbe krystallisirt in farbenlosen zarten/ büschelförmigvereinigten Prismen (wie schwefelsaures Chinin), ist geruchlos,schmeckt sehr bitter, sonst in Wasser und Weingeist leicht, nichtaber in Aether löslich, in der Hitze schmilzt es, verliert 5 AtomeWasser, behält noch I Atom desselben zurück; läßt man nunAlles erkalten, so zieht das Salz den verlorenen Antheil Wasseraus der Luft wieder an.
Die Reinheit beider Salze prüft man, wie beim essigsaurenMorphin angegeben.
Sowohl das reine Morphium, besonders die obbeschriebe-nen Salze, werden in Pulver-, Pillen-, Bolus», Salbenform,in der Solution, einem Snrupe, Emulsion:c. beigesetzt, medi-cinisch angewendet, man sehe Riecke, S. 475.
Bezüglich des Näheren der übrigen Opiumbestandtheile mußauf das Neueste, I.Heft, S. 156, dann 3. Heft, S. 125,so wie auf des Verfassers populäre Chemie, 2. Bd., S.3S4,365 und 366 verwiesen werden.
47. Wcutlnum, ist der giftige, flüchtig ölige Bestandtheildes Tabaks, außer welchem solcher eine kampfcrartige Substanzbesitzt, die Nicotianin genannt wird; man sehe 1. Abthei-lung des Commentars, S. 342, dann populäre Chemie, 2. Bd.,S. 365.
48. ?2lig!inum, auch Salsevarine, Smilacin,Parillinsäure, Parilli» genannt, wird ein näherer Be<standtheil der Sarseparilwurzel genannt, worüber das Nähereaus dem 3. Hefte des Neuesten, S. 24 zu entnehmen ist.
49. riull^rinum heißt ein näherer Bestandtheil der Stein-linde (rliill^rea Istilolia), welcher von Camvag na als I?e-brilußum in Vorschlag gebracht worden; man sehe 6. Heft desNeuesten, S. 142.
50. ?nlui'rni2inuu>, ein in der Ninde des wilden Apfel-,Birn-, Pflaumen-und Kirschenbaumes aufgefundener, gleich-falls als Fiebermittel nnd Stomachicum empfohlener Stoff;man sehe 6. Heft des Neuesten, S. 140.
Präparatenkundc. 49