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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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welchem der reichlichere Niederschlag entsteht, der auf ein Fil-trum gesammelt und mittelst in kleinen Quantitäten aufgegosse-nem kalten Wasser, dem man auch zweckmäßig etwas Wein-geist zusetzen kann, einige Male ausgewaschen, dann aber dasFiltrum zusammengeschlagen und auf Fließpapier gelegt, aneinem mäßig warmen Orte dem Trocknen überlassen wird.

Die weitere Behandlung des Morphiums nimmt man der-art vor, daß man solches vom Filtrum mit Sorgfalt trennt,zerreibt, in einen kleinen Kolben bringt, mit der 20fachen Mengehöchstrektisicirtem Weingeist übergießt und solchen leicht verstopftim Sand- oder Wasserbade bis zum Sieden des Kolbeninhalteserhitzt, welcher nun alsogleich auf ein, in einem Glastrichterbefindliches kleines Filirum, jedoch mit möglichster Zurücklassungdes nicht gelösten Antheiles aufgegossen und die Solution in einerwärmtes Zylinderglas gesammelt wird; das unaufgelöst ge-bliebene Morphium übergießt man mit 8 10 Theilen Wein-geist derselben Stärke und bewirkt, wie oben angegeben, dessenAuflösung, wie man zuletzt das Filtrum mit demselben Weingeistauslaugt. Das Zplinderglas kommt zur Verhütung der Ver-dampfung vou Weingeist mit einer Glasplatte zu bedecken undwird an einen kühlen Ort gestellt dem vollständigen Erkaltenüberlassen, wornach man das üler den abgesetzten Krystallenbefindliche alkoholische, bräunlich.gefärbte Fluidum abgießt, sowie dessen vollständige Absonderung durch Neigen des Gefäßesbewirkt, solches in eine angemessen große Netorte bringt und solange destillirt, bis über dieHälfte desWeingeistes übergegangenist, der Rückstand wird alsogleich, nämlich noch heiß in einePorzellanschale überleert und dem Erkalten überlassen.Sämmtlich erhaltene Krystalle werden nach Abgießen der überselben befindlichen Flüssigkeit mit kaltem deftillirten Wasser ab-gespült, dann auf weißes Fließpapier gebracht, getrocknet undaufbewahrt.

Erklärung. Das Opium besteht Ken neueren Unter-suchungen gemäß, auS Morphium, Meconsäure, Narkotin(auch Opian genannt)', Meconin, Narcein, Codein (oder Papa-verin), Harz, einem flüchtigen dann extraktiven Stoff, ölig fettigerSäure, Cautschuk, Gummi, Bassorin und Faserstoff; der Wein-geist löset diese Bestandtheile mit Ausnahme der vier letzten an-