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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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Zu bemerken ist: Um nicht Mühe und Kosten ohne ent-sprechenden Erfolg anzuwenden, ist vor Allem nothwcndig, eingutes, nämlich morphinreiches Opium hierzu zu nehmen, dennwie in der I. Abtheilung des Commentars, S. 626 erörtert,enthält die unter diesem Namen vorkommende Waare einen sehrverschiedenen Gehalt an wesentlichen und Nebenbestandtheilen;bei den mindern Sorten beträgt der Gehalt an Morphium oftnur 3, bei den besten aber 15 pCt; eben so ist zuweilen nur I,andermals aber lOpCt. Narcotin vorhanden; nicht minder wech-seln die übrigen obgedachten Ortes angegebenen Stoffe; dasselbewird möglichst klein zerschnitten, in einem Kolben gebracht,mit der vorgeschriebenen Menge Weingeist übergössen, dannjener mit einem Stöpsel, aber nicht ganz luftdicht vermacht,in Digestion gestellt. Die gebildete Tinktur wird durch ein rei-nes dichtes Tuch geseiht und mittelst Ausdrücken die Absonderungderselben vollends bewirkt, der Opiumrückstand in den Kolbenzurückgebracht und weiters ertrahirt, wozu auch jene Rückständegegeben werden können, die bei Bereiiung der Opiumtinkturund des gleichen Extraktes sich ergeben, da diese meist nochmorphiniuhäliig sind, wie man zur Erschöpfung des Opiumsdie Ausziehung noch zum drittenmal vornehmen und zuletzt stär»keres Auspressen in Anwendung bringen kann.

Die so erhaltenen Opiumauszüge werden in einer Flaschezusammengemischt, einige Tage stehen gelassen, der klare Au-theil von dem gebildeten Bodensatze rein ab- »nd in eine andereFlasche gegossen, mit gleichen Theilen destillirtem Wasser ver»dünnt und abermal dem Sedimentiren überlassen, das Fluidumnun filtrirt, der auf dem Filtrnm bleibende Rückstand aber aus-gelaugt.

Der in ein Zylinderglas gesammelten Flüssigkeit wird nununter beständigem Umrühren mit einem Glasstabe das, miteinem gleichen Raumtheile destillirten Wassers verdünnte liquide'Ammoniak so lange zugesetzt, bis solches im geringen Ueber-schusse vorhanden, sohin ein über dem Fluidum gehaltener Strei»fen rothen Lakmuspapieres sich bläut. Nachdem man Allesnoch einige Zeil durch Umrühren in gegenseitige Berührung ge-setzt hat, wird das ZnlinderglaS mit einer Glasplatte bedeckt,einige Tage, wie angegeben, ruhig stehen gelassen, während