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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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740
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sehe Annalen der Pharm., 19. Bd., S. 113 und 131, dann35. Bd., S. 113.

13. l^Kininum, Chinin.

14. (ünelioninum, Cinchoni»; da beide, besonders,ersteretz für sich und in Verbindung mit Säuren medicinisch an-gewendet und als Sulfate auch officinell sind, so ist eS nölhig,solche hier naher zu erläutern.

Zur Darstellung deö schwefelsauren ChininS:

8ull»5 olllnini ». ^uiniou», gibt die österreichische Pharmakopoenachstehende Vorschrift:

Calisaya chin arinde 3 Pfund, werde gröblichzerstoßen, in einem steingutencn Gefäße mit

kochendem gemeinen Wasser 18 Pfund, dann

concentrirter Salzsäure 1 Unze übergössen,und unter öftcrem Umrühren 12 Stunden hindurch digerirt, dar-auf das Fluidum mit Hilfe des Auspressens abgesondert, derRückstand aber mit der gleichen Quantität Wasser und Salz-säure noch zweimal behandelt. Die erhalteneu zusammenge-mischten Flüssigkeiten werden in einem zinnernen Kessel bis auf6 Pfund Rückstand abgedampft, welchem nach dem Erkalten:

Aetzkalk mit Wasser zu einer milchigen Flüssigkeitangerührt, in solcher Menge zugesetzt, daß das eingetauchtegelbe Probepapier leicht gebräunt wird, wornack man alles einenTag hindurch in Digestion stellt, dann den Niederschlag auf einFiltrum sammelt, ihn mit wenig kaltem Waffer aussüßt, trock-net und mit 4 Pfund Weingeist auskocht; das alkoholischeFluidum durch Abfiltriren und Auspressen absondert, mit ver»du unter Schwefelsäure übersättiget, dann nach Zusatzvon 6 Drachmen thierischer Kohle mit 1^ Pfund destillirtemWeingeist einer Destillation unterwirft, um den Weingeist wie-der zu gewinnen; der in der Retorte bleibende Rückstand wirdnun filtrirt und dem Krpstallisiren überlassen, welche so «nddurch weiteres Concentriren der Mutterlauge erhaltenen Krp»stalle auf ein leinenes Tuch gesammelt, dann zwischen Fließ»papier eingeschlagen, getrocknet werden.