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daß man zur Zersetzung doppelt so viel Tchwefelsäurehydratnehmen muß, als zum einfachen Verhältnisse nothwcndig ist.
Löset man eben so viel gereinigte Kreide, als man mit demWeinstein zusammenbringt, in starken Kunstessig (S. 591) aufund setzt die so gebildete Auflösung des essigsauren Kalkes der aufbeschriebenem Wege erhaltenen weinsauren Kaliflüssigkeit zu, soentsteht gleichfalls eine der frühern entstandenen gleiche Mengeweinsaurer Kalk, während das darüber befindliche Fluidum nunessigsaures Kali enthält, daher von jenem abgesondert und ab-gedampft entweder auf kohlensaures Kali (S. 470) oder aufEssigsäure (S. 595) benützt werden kann.
Die übrigen Pharmacopöen kommen mit der früher erläu-terten Vorschrift der Hauptsache nach übereil,, und weichen nurin einigen Punkten ab, so läßt die ?n»lm. bavül-., lisml».u. m. a. den Weinstein mit 10 Theilen Wasser kochen, und die-sem die gepulverte Kreide zusehen; die ?l>!,rn:. lioruzz. läßt stattKreide gut gereinigte Austerschalen nehmen, die, wenn keine reineKreide zu haben, auch solcher vorzuziehen ist, endlich den gebil»deten weinsauren Kalk trocknen und 16 Theile desselben mit 7Theilen Vitriolol, solches zuvor gehörig verdünnt, wie angege-ben behandeln. — Sonst läßt sich daö Weinsäure Kali noch der»art benutzen, daß man den bei Einwirkung der Schwefelsäureauf daö Kalktartrat entstehenden Gips, nachdem er gehörig aus-gelaugt worden, mit der Auflösung des ersteren iu einen zin-nernen Kessel zusammenbringt, und unter häufigem Umrühren miteiner hölzernen Spatel so lange kocht, bis die gegenseitige Zer-setzung, wobei nämlich durch Austausch der Bestandtheile unlös»licher weinsaurer Kalk, dann auflösliches schwefelsaures Kaligebildet wird, erfolgt ist, daher eine Probe der klaren Flüssig-keit mit einer Säure verseht keinen Weinstein (S. 503) mehrabseht, die Lauge dann nach dem Sedimentiren abgießt, daöKalktartrat auswäscht und mit verdünnter Schwefelsäure zersetzt,wozu, wenn sonst kein wesentlicher Fehler vorgegangen, eben soviel als zur Zerlegung des ersten Antheils nöthig wird.
Die Weinsäure wird auch fabriksmäßig dargestellt und in Handelgebracht, die aber nicht selten bedeutend schwefelsäurehaltig ist, daher aufPapier gelegt solches nach einiger Zeil feucht wird, außerdem wegen deszur Zersetzung angewendeten unreinen Viteiolöles, dann Abdampfen inmetallenen Gefäßen andere fremde schädliche Beimengungen enthalt.
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