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96, oder was dasselbe ist, auf 4 Pfund desselben 46 Unzen vonjenem an, so erfolgt die Reaktion gleichmäßig im Verlaufe derganzen Operation, ohne die Temperatur zuletzt bis zum Glühender Kapelle verstärke!! zu müssen; es bildet sich diesem zu Folge— hauptsächlich wegen der anfangs der Operation nicht ganz glei-chen Wirkung des Vitriolöles auf das Salz, dann wegen zuletztan den Wänden der Retorte sich höher stellenden Temperatur,endlich wenn dieZuihaten organische Beimengungen enthalten —auch nur wenig salpetrige Säure (oder Untersalpetersäure, S.654), und die Retorte bleibt ganz, besonders wenn man, wiegesagt, den Rückstand, in zweifach schwefelsaurem Kali (S. 499)bestehend iu noch flüssigem Zustande ausgießt, und solche aufden noch heißen Sand zum Abkühlen legt, wogegen früherhinjedenfalls die Retorte (wegen dem meist plötzlichen Festwerdendes Salzes im zweiten Studio der Operation) zersprungen sichvorfand.
Sonst kommt noch zu bemerken, daß kein rauchendes, son-dern, wie gesagt, englisches Vitriilöl zur Zersetzung deö Sal-peters zu nehmen ist, damit das Destillat nicht mit Schwefel-säure verunreiniget werde; eben so sind die sonst angegebenenCautelen genau zu beobachten, um ein entsprechend lelchaffenesPräparat zu erhalten; die dreihalsige Flasche dient vorzugsweise,um aus dem Staude des Wassers in der Sicherheitsröhre den Gangder Operation beurtheilen zu können, die zweite Flasche, um dieentweichenden Dämpfe allhier zu condensiren.
Nachdem, wie S. 574 angegeben, in neuern Zeiten Na-tronsalpeter in bedeutender Menge im Handel vorkommt, sokann man diesen zwar auch im gehörig vom vorhandenen Koch-salze gereinigten und getrockneten Zustande auf Salpetersäuredenützen (wo man auf 100 Theile desselben 114 Theile Vitriolöl,früher mit 28 Theilen Wasser verdünnt, nehmen muß); jedochhat man öfter das Edukt jodhaltig befunden, weil der natürlicheChilisalpeter Natriumjodid und jodsaures Natron enthält, diegleichzeitig durch die Schwefelsäure zersetzt werden, so daß dannsowohl Jod, wie auch Iodsäure mit übergeht.
Die gegenwärtige officinelle salpetrige Salpetersäure ent-hält dem Obbesagtcn gemäß verhältnißmäßig eine — durch dasbei deren Darstellung beobachtete Verfahren bedingte — geringe