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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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gangen, wenn ^/, des vorhandenen Wassers verdampft sind, wo,wenn die Hitze höher gesteigert, sich leicht durch weiters Stattsindende Reaktion schwefelige Säure entwickeln würde. Berück-sichtiget man die angeführte» Umstände, so wie einen kaum zuvermeidenden Verlust durch Verdampfung u. f. w,, so wirdes begreiflich, daß wenn sonst gehörig verfahren worden, in derRegel 2/2 des obberechneten Blansäuregehaltes erfahrungsgemäßerhalten werden, wornach derselbe in dem vorschriftsmäßig dar-gestellten Präparate 2,8 pCt. beträgt, d.h. 100 Gran der offici-nellen Flüssigkeit enthalten 2,8 Gran wirkliche Blausäure.

Wegen dem durch Umstände größere oder mindere Ge-nauigkeit des Arbeiters, entsprechende Beschaffenheit der Apparateund der Operation veränderlichen Vlausäuregehalt wäre esentsprechend, vor dem weitern Zusätze von Weingeist zu ermit-teln, wie groß solcher ist, und von einer bestimmten Normausgehend, dann noch letzteren zuzusehen; zu welchem Zweckeauch nur 6 Unzen Weingeist in die Vorlage zu bringen, imübrigen nachstehender Weise zu verfahren wäre: Man wägt zuobigem Zwecke ganz genau 100 Gran des erhaltenen Destillatesin ein Cnlinderglas ab, verdünnt solches mit der vierfachenQuantität destillirtem Wasser, und tropft demselben so lange auf-gelöstes salpetersaures Silbcrornd-Ammoniak (S. 79) zu, alsnoch eine Trübung zu benierken, wornach man wieder einigeTropfen ganz reine verdünnte Salpetersäure bis zur ganz schwachsauren Reaktion zusetzt und dann nochmals mit der ersteren So»lution reagirt, ob noch ein Niederschlag erfolgt; wenn solchesnicht mehr der Fall, so wird der sämmtliche gebildete Präcipitatsorgfältig auf ein kleines genau abgewogenes, bei ^- 50° R. ge-trocknetes Filtrum gesammelt, solcher einige Male mit destillirtemWasser ausgesüßt, dann wenn nichts mehr abtropft, das Fil-trum auf Fließpapier gelegt, erst bei gewöhnlicher, dann beioben angegebener Temperatur vollkommen getrocknet und ge-wogen; nach Abschlag des Papiergewichtes wird dann das Mehr,gewicht durch 5 dioidirt, der Quotient gibt dann den Blausäure-gehalt an, dessen genaue Bestimmung jedoch sehr empfindlicheWagen, Geübtheit mit mikrochemischen Arbeiten und der dazu er-forderlichen Apparate vorausseht.

Die sowohl bei Dnrstellulig als auch bei der Aufbewahrung der