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23 enzoe eine beliebige Menge, werde in einen irdenen gla-sirtcn Topf gebracht, darauf ein Papier- oder irdener Kegel ge-seht, dann bei gelinder Warme, wobei das Harz schmilzt, fubli-mirt; die im Kegel abgesetzten weißen Blumen öfters herausge-nommen und die Operation unterbrochen, wenn solche bräun-lich zu werden beginnen. Nach dem Erkalten wird der im Topfebefindliche Rückstand zu Puloer zerrieben, in eine Glasretortegebracht und im Sandbade destillirt, bis kein Sublimat undkein Oel sich mehr entwickelt, wornach man jenen in heißemWasser auflöset, die Solution filtrirt/ um das abgeschiedeneOel abzusondern, und sie dem Erkalten überläßt; die gebilde-ten und so auch die auf erstem Wege erhaltenen Krnstalle kön-nen mit Zusah von etwas Kohlenpulver durch eine neuerlicheSublimation weißer erhalten, dann, und so auch das erhalteneOel besonders aufbewahrt werden.
Zu bemerken ist: Die Benzoesäure bereitet man sich nachMohr zweckgemäß nachstehender Weise: Gröblich gepulverteBenzoe wird in einem irdenen nieder« Topfe oder in einer Schalevon Eisenblech, deren Seilenwand nicht über 2 Zoll hoch, aber8—9 Zoll weit ist, allein oder mit gleichen Theilen reinemSand vermengt, ausgebreitet; auf die Mündung spannt maneine Scheibe lockeres Fließpapier, in das man mit einer Nadeleine Anzahl Stiche gemacht hat, und klebt es mit Kleister an denRand fest an; dann nimmt man einen halben Bogen starkesPackpapier, formt solchen der Breite nach durch Zusammenpap-pen zu einem, auf den Rand obigen Topfes oder Schale genaupaffenden Zylinder, und klebt oben gleichfalls einen Deckel auf,so daß solcher dadurch geschloffen wird, stülpt solchen *) auf vor-erwähnte Vorrichtung, daß er etwas über den Rand derselbenherabreicht, und bindet ihn an solche mittelst Bindfaden fest;nun stellt man den Topf oder Schale auf ein Blech, das übereinem Windofen oder über einem Dreifuß angebracht ist, umgibtsolche mit einer Schichte Sand und gibt, nachdem mau nocheinen zweiten etwas weitern Papicrhut aufgestülpt und befestigethat, schwaches, gehörig regulirtes, nur zuletzt verstärktes Koh-lenfeuer , das man 3 — 4 Stunden lang gleichförmig unter-
*) Nach der ?Ii2rnli. ß»Ilic. wird ein thönerner, nicht glasirlerkonischer Topf aufgekittet.