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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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entweichen; der Zusatz von gröblich gepulverter Kohle dient dazu,damit die im Essig vorhandene» nicht flüchtigen organischenSubstanzen nickt durch Ablagerung an den Boden und Wändender Netorte anbrennen, und so sich brenzliche Produfte bilden,die das Destillat verunreinigen würden; da aber selbe nur solange vor der Zersetzung gesichert sind, als noch Feuchtigkeit vor»Händen, so darf nicht ganz zur Trockenheit dest'llirt werden, be-sonders da man die Hitze um so mehr steigen, muß, je concen-trirter der Netorteninhalt geworden, wo dann die an die Kohleabgesetzten festen Theile jedenfalls obgedachte Entmischung erlei«den würden; um den von jener eingesaugten Antheil Essigsäurezu gewinnen, kann man zuletzt den Rückstand: 8sou »oen ge-nannt, auf ein ausgespanntes Seihetuch bringen, und wennnichts mehr abtropft, die auf solchem befindliche schwarze Massemit in kleinen Portionen aufgegossenem Wasser oder dem erstensehr schwachen Destillale auslaugen, als das ablaufende Fluidumnoch bedeutend sauer schmeckt, und solches bei einer nochstfol»genden Destillation zusetzen.

Die obbeschriebene Operation ist nothwendiger Weise auöeiner gläsernen gut gebauten Retorte vorzunehmen, weil, wennman auch nach mehreren Angaben eine verzinnte kupferne Vesikewählt und darauf einen rein zinnernen Helm sammt Kühlrohrsetzt, das Destillat, wie sorgfällige Versuche bewiese» haben,immer mehr oder weniger, je nach Umständen zinnhaltig aus-fällt, wie schon aus dem schwach opalisirten Ansehen desselben,vorzüglich wenn man solches mit Ammonialfiüssigkeit, aber nichtbis zur vollständigen Neutralisation versetzt, zu entnehmen; eineverzinnte Vesike ist demnach nur dann zu benützen, wenn man zutselben einen passenden Helm von Glas oder Porzellan und ebensolches Kühlrohr besitzt, nachdem vorzugsweise die Dämpfe aufdas Metall auflösende Wirkung äußern.

Die übrigen Pharmakopoen geben ein verschiedenes Ver-hältnis) der zu nehmenden Kohle: 1 auf 8 24 Theile Essig an,und lassen eine unbestimmte oder angegebene Menge des zuerstübergehenden Destillates beseitigen, dann die Operation auseiner gläsernen Retorte oder, wie gesagt, auch in metallene«Destillirgeräthschaften, einige derselben auch ohne Kohlenzusah,bis anfängt ein brenzliches Fluidum überzugehen, vornehmen.

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