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eine Flasche zusammenbringt, durch längeres Schütteln beideuntereinander mengt, dann das schwarze Fluidum mittelst einesTrichters mit der Vorsicht in die Netorte bringt, daß nicht derobere Theil und der Hals derselben durch Herumsprihen jenerverunreiniget werde, wornach man die Retorte in ein Sandbadstellt, mit solcher eine Vorlage und zwar am besten ein Spitz-ballon in Verbindung seht, und nachdem die Fugen zwischen bei-den durch Papierstreifen und Bindfaden vermacht worden, dieDestillation zwar rasch, aber doch nicht bei so starkem Feuer vor-nimmt, daß ein heftiges Aufstoßen des Inhaltes Statt findet— während man die Vorlage durch aufgelegte nasse Tücherzur bessern Condensation der Dämpfe abkühlen muß, oder bei An-wendung des Spitzballons selben in eine Vorrichtung, öfterszu wechsel»des falteö Wasser enthaltend, befestiget — die manso lange unterhält, als noch ein farbenloses, nicht brenzlicheSDestillat übergeht, das in Flaschen an einem kühlen Orte aufbe«wahrt wird. Auf den Retorteninhalt kann man, falls nicht dieganze Quantität deS mit Kohle versetzten Essigs auf einmal derDestillation unterworfen, den rückständigen Antheil, oder eineneue Menge Essig, jedoch in erwärmtem Zustande nachgießenund die Operation beliebig wiederholen.
Zweckgemäß wird der erste Autheil deö Destillates, etwader achte Theil des angewendeten Essigs, von dem später über-gehenden separirt, da solcher nicht allein sehr schwach, sondernmeist auch Aldehyd» (S. 458), ja selbst zuweilen Alkohol-oderEssigäther-hältig ist, daher gelegenheitlich zur Darstellung deSessigsaure» Kalis (S. 458) verwendet werden kann.
Der Zweck der Destillation ist, die Essigsäure in Verbiu,düng mit Wasser von den noch im rohen Essig vorhandenen,nicht flüchtigen Bestaudtheilen zu trennen; da jedoch wasserhal-tige Essigsäure minder flüchtig ist als Wasser, so geht anfangs fastnur letzteres, demnach sehr schwach sauer, aber die im rohenEssig vorhandenen flüchtigen Stoffe enthaltend, über; damitalso nicht der größte Theil der Säure im Rückstande bleibe, istes nothwendig, die Temperatur entsprechend zu steigern, aberden in die Vorlage übergehenden heißen Dämpfen wieder durchAbkühlen wie früher gesagt Gelegenheit zu gcbeu, sich zu verdich-ten, da solche sonst die Vorlage sehr erhitzen und durch die Fugen