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saures (S. 4») Kali bilden, die nebst dem früher gebildetenKalisalze vom übrigen Wasser aufgenommen werden; die Auflö-sung ist bräunlich roth, hat einen alkalisch schwefelig ekelhaftenGeschmack, zieht an ter Luft Hauerstoff wie anch Kohlensäurean; durch elfteren wird nach und nach ein Theil Schwefel orydirt,unterschwefelige Sänre und durch weitere Verbindung derselbenmit Kali das entsprechende Salz, wie auch kohlensaures Kaliunter gleichzeitiger Fällung von Schwefel und Entwicklung vonHndrothiongas gebildet; Säuren entwickeln hieraus reichlichHndrothiongas, gleichfalls unter Fällung von Schwefelnieder-schlag (S. 41); durch Metallsalze erfolgt gegenseitige Zerse-tzung und Bildung von neuen Metallsulfuriden.
Fehlerhaft erscheint dieses Präparat, wenn solches entwe-der wegen unachtsamer Bereitungsart, oder ungeeigneter län-gerer Aufbewahrung ein gestörtes Verhältniß der Bestandtheile,nämlich nur wenig Kaliumsulfurid, dagegen eine größere Mengeanderer Salze enthält, sohin auch nicht die angemessene gelb-grüne, sondern mehr blaßgelbe Farbe besitzt, nicht trocken, son-dern gleichsam breiig ist, sich in 2 Theilen Wasser nicht vollstän-dig, sondern unter Ablagerung von salzigen oder erdigen Theilenwie auch von Schwefel auflöset, die Auflösung nur schwachgefärbt ist, und mit Säuren »ersetzt, nur wenig Hndrothiongasentwickelt.
Die Schwefelleber wird von mehreren Aerzten in Lungen-und Krankheiten der Respirationsorgane, nicht minder gegenDrüsenverhärtungen, Gicht, Psora, in der Auflösung mit anderenvegetabilischen Mitteln, vorzüglich mitSyrup, schleimigen Stof-fen :c., dann äußerlich zu Waschungen, Umschlägen als Salbeund zu Bädern angewendet, endlich als Antidotum gegen Me-tallvergiftungen empfohlen und auch in der That benützt.
Zu chemischen Zwecken wird durch Auflösen von Schwefelin eine Aehkalilauge (2. 38 und 349) eine flüssige Schwefel-leber bereitet, die nebst unterschwefeligsaurem Kali hauptsächlichKaliumpersulfurid (fünffach Schwefelkalium oder hydrothionig-saures Kali) enthält.
Als Anhang wird noch ein in neueren Zeiten von Nr. I. Polyagegen Flechten und ähnliche Krankheiten (man sehe österreichisch medici-nische Jahrbücher, n. F>, 16. Bd., S. 450 < dann die frühen, Notizenim 15. Bd., S.623), unter der Bezeichnung:
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