Druckschrift 
2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
Entstehung
Seite
458
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

458 -

l

Wasser aufgelöst; hat man concentrirte Essigsäure genommen,so bekommt man auch eine mehr gesättigte Solution des Salzes,welches nach dem Abdampfen in der Regel ganz weiß ausfällt;nicht so wenn man verdünnte Essigsaure anwendet, welche ge-wöhnlich A ldehy d lman sehe E h rma n n's populäre Chemie,2. Bd., S. 697) enthält, das durch das Kali in der Wärmeentmischt und die Flüssigkeit gefärbt wird, weßhalb die ?N2im.Kor»«». :c. vorschreibt, die neutralisirte Flüssigkeit bis auf dendritten Theil des Raumes abzudampfen, dann solche mit einerangemessene» Menge vollkommen ausgebrannten und ausgelaug-ten Kohlenpulo r (S. 49) eine Zeit lang zu kochen, darauf dieFlüssigkeit absiltriren (die Kohlen mit etwas Wasser auszu»laugen) und nach Zusah von etwas conc^nlrirter Essigsaure biszur erfolgten Neutralisation,«« einem porzellanenen oder gläsernenGefäße bis zu dem angegebenen Punkte abzudampfen.

Hierbei wird zwar, gehörig verfahre» und das Kohlenpul-ver in angemessener Meng, "«gewendet, der beabsichtigte Zweckerreicht, doch nebst dem Farbestoff auch Salz von jenem einge-saugt, das vollständig zu gewinnen ein wiederholtes Auslangennothwendig macht, wodurch viel schwache und dann wieder ge-färbte Lauge erhalten wird, weßhalb vorzuziehen, das Salzderart zu entfärben, daß man dasselbe in einem Porzellaugefäßebis zum Schmelzen erhitzt und in dieser Temperatur unter häu-sigem Umrühren mit einem Glasstabe erhält, bis eine heraus-genommene Probe mit destillirtrm Wasser eine vollkommen farben-lose Flüssigkeit liefert, auf welche Weise nur der Färbestoff ver-kohlt wird, ohne daß das Salz, wenn man keine größere Hitzeals nöthig anwendet, eine Zersetzung erleidet, und falls auchsolche im geringem Grade Statt gefunden, so wird nach Auflösender rückbleibenden Salzmasse der verloren gegangene Antheildurch zugetropfte coneentrirte Essigsäure erseht. Sonst kommtnoch anzuführen, daß wenn man fein vollkommen reines kohlen-saures Kali angewendet hat, die fremden Salze nach dem Ab-dampfen der Verbindung gleichfalls beigemengt^ bleiben; umdiese möglichst zu entfernen, übergießt man das'zur Trockenheitabgedampfte Salz in einem Zylinderglase mit dem gleichen Ge-wichte Wasser, und läßt Alles 24 Stunden oder noch längereZeit unbedeckt stehen, bringt das Ganze auf ein Fillrnm und