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Eisenhaltiger Spießglanzkönig.
Um solchen zu erhalten, gibt die ältere österreichische undmit einigen Abweichungen auch mehrere auswärtige Pharma»copöen nachstehende Vorschrift:
Rostfreie Eisenfeile iTheil, werde in einemirdenen Schmelztiegel bis zum starken Rothglühen erhitzt, dann
gepulvertes Schwefelautimon 2 Theile,eingetragen, der Tiegel bedeckt, bis zum Schmelzen des Inhal-»tes weiter erhitzt, nun
Salpeter '/«Theil zugesetzt, und wenn die Massenoch eine Weile im Flusse erhalten, wie vorhin angegeben, ineinen Gießpukel ausgegossen, oder im Tiegel dem Erkaltenüberlassen, dann die über dem Regulus befindliche Schlacke ab-gesondert, und das Metall sorgfältig von anhängenden Theilenbefreit, oder nach Angabe einiger Pharmacopöen nochmals mitVü Salpeter zusammen geschmolzen und neuerlich von Schlackenbefreit.
Wird Schwefelautimon mit Eisen in der Hitze zusammen-gebracht, so entzieht letzteres eisterem den Schwefel, und das An-timon wird frei; da aber 100 Theile Spießglanz nur 42 TheileEiseu zur vollständigen Entschwefelung bedürfen, so geht dasüberschüssige Eisen mit den Antimon in Verbindung, weßhalbder zugesetzte Salpeter den Zweck hat, das Eisen zu orudiren undin die Schlacke überzuführen, demnach letztere aus antimonhälti-gem Eisensulfurid, Eisenoryd, etwas freiem und schwefelsauremKali und einer geringen Menge Antimonornd-Kali besteht. —Man erhält etwas über die Hälfte vom angewendeten SpießglanzAntimon.
Der nach beiden Methoden erhaltene Regulus ist aber seltenreineS Antimon, sondern enthalt meist etwas Schwefel und dieim Spießglanze vorhanden gewesenen Metalle, nämlich Arsen,außerdem Eisen wie auch Blei und Kupfer in Verbindung, dasAütiinoneisen und Schwefelantimon aber beigemengt, weßhalbman mehrere Verfahrungsarten angegeben hat, um ein ganzreines Antimon zu erhalten, und zwar sollen nach Liebig16 Theile des auf eine oder die andere Weise, so wie selbst deSnn Handel vorkommenden Spießglanzkönigs in gröblich zerstoße-