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anlegt, dann bis zum Sieden erhitzt, und nun in kleinenPortionenmit gleichen Theilen destillirtem Wasser verdünnte Salpetersäuredurch den Tudulus zu demNetorteninhalie bringt, wo dieEinwir-kung deö so gebildeten Königswassers (S. 85) unter lebhafterGasentwicklung Statt findet, während auch ein Theil der Flüssig/keit überdestillirt, daher wenn sich eine bedeutende Quantität der-selben angesammelt hat, sie in die Retorte zurückgegossen und soweiter, wenn nöthig, noch unierneuerlichemZusatz von Salpeter-oder Salzsäure oerfahreu wird, bis alles Platin aufgelöst worden;die erhaltene rothgelbe Solution wird danu in einer Porzellan-schale so weit abgedampft, biß Alles zu einer krystallinischenMasse erstarrt, die dann in gut zu verschließenden Glasgefäßenaufbewahrt wird.
Der Erfolg bei Einwirkung des Königswassers, die aberschwieliger als auf das Gold erfolgt, ist derselbe wie beim letztere»S. 85 angegeben; es bildet sich nämlich alsogleich Platin»chlorid, das mit einem verhältnißmäßigen Antheil Wasser diekrystallinische Masse darstellt, oder es erzeugt sich durch Einwir-kung der Salpetersäure unter Einfluß der Salzsäure und der hö-hern Temperatur Platin oxyd, daö, von der andern Säure auf-gelost, salz säur es Platino.ryd darstellt, und erst durch wei-teres Erhitzen, wobei Wasser entweicht, in Platinchlorid übergeht.
Die obbcschriebeuer Weise erhaltene krystallinische Massehat eine dunkelrothe Farbe, einen sehr zusammenziehenden Ge-schmack, zieht an der Luft Feuchtigkeit an, löset sich in Wasser,Weingeist und Aether auf, welche Solutionen die Haut:c. pnr-purroth färben; einer hohen, Temperatur ausgesetzt, entweichenWasserdämpfe, wornach eine schwarzbraune Substanz zurück-bleibt, die das eigentliche Platinchlorid ist (aus 1 AtomPlatin und 2 Atomen Chlor, oder 58,22 des erster«, und 41,78 desletzteren bestehend) darstellt, das we,ter und zwar bis zur Tem-peratur des schmelzenden Zinnes erhitzt, 1 Atom Chlor gasför-mig entweichen laßt, wornach ein grünlich-graues, in Wasserunlösliches Pulver zurückbleibt, daS Platin cht orür ist, undbei stärkerer Hitze alles Chlor verliert, so daß dann nur das Me-tall im Rückstände bleibt. — AIS bemerkenöwerthe Eigenschaftkommt noch anzuführen, daß die wässerige oder weiugeistigeSolution des obdeschriebenen Platin- mit einem Kali- oder