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duls unter häufigem Umrühren so lange zutropft, als noch einweißer Niederschlag erfolgt; der auf ein Filtrum gesammelt,mit kaltem destillirten Wasser auögesüßt und ohne Wärme mitAusschluß des Lichtes getrocknet/ dann mit derselben Vorsichtaufbewahrt wird.
Die Bildung desselben findet gleichfalls im Wege doppelterWahlverwandtschaft Statt, in dessen Folge sich aus den zusam-mengebrachten Salzen weinsaures Quecksilberorndul, das gefällt,und salpetersaures Kali, daö im vorhandenen Wasser aufgelöstbleibt, bildet; enthält die Quecksilbernitratsolution eine bedeu-tende Menge vorwaltender Säure, so fällt auch Weinstein zu Bo-den, weßhalb es zweckgemäßer erscheint, Seignettsalz statt Wein-säuren Kali'S zu nehmen, da dieses minder schnell durch freieSäure zerseht wird als letzteres.
Solches bildet ein weißes Pulver, von geringem metalli-schen Geschmacke, ohne Geruch, in Wasser unlöslich, das dem Lichteausgesetzt sich leicht schwärzt, und in der Hitze eine Zersetzungerleidet; es besteht aus gleichen Atomen Quecksilberorydul undWeinsäure, oder 76 des Erster» und 24 des Letzteren.
Von dem eben beschriebenen Präparate ist verschieden:
wein saures Kali-Quecksilber oder Quecksilber-Weinstein genannt, welcher mit Unrecht in Vergessenheitgekommen, da solcher minder heftig als viele andere Mercurial»Präparate auf den Organismus wirkt, und deßwegen in vielenFällen in größerer Menge als Letztere angewendet werden kann.Um diese Doppelverbindung darzustellen, werden:Reines Quecksilberoryd 1 Theil,gepulverter Weinstein 2 Theile, in einemPorzellanmörser mit Zusah von etwas Wasser durch längere Zeit(2 —3 Stunden, bls nämlich kein freies Oryd mehr zu bemerken)anhaltend zusammengerieben, das Genienge mit 48 Theilen hei-ßem deslillirten Wasser verdünnt, und in einem Kolben :c. etwaeine Stunde lang noch erhitzt, darauf die Flüssigkeit filtrirt,der Rückstand ausgesüßt, und das Fluidum in einer Porzellan-schale bis zum Krystallisationspuukte abgedampft, das sich durchruhiges Stehen abgesonderte Salz von der Mutterlauge getrennt,
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