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Niecke die neuern Arzneimittel S. 822, und unter den phar-maceutischen Zubereitungen.
U)cli3i^>)luui ^oclatuin i-ul)ruin.
Vii'oäuretuin Ii)'äral'ß)'ri, Deutojc>6illum rnercuiii, Nlorcuriu»joäatu« rudei-, zweifach Iodque cksilb er, Quecksilber-jodid, rothes Quecksilb erjodid, Quecksilb erdeut»jodür, doppelt Quecksilb erjod.
Auch diese Verbindung läßt sich durch unmittelbares Zu»sammenbringen der Bestandtheile auf die (S. 28?) beschriebeneWeise, die allda angegebene Menge Jod doppelt genommen, dar-stellen , doch wählt man gewöhnlich und sicherer den mittelbarenWeg, und zwar »erfährt man nach Vorschrift der HamburgerPharmakopoe nachstehender Weise:
hydrojod saures Kali (Kaliumjodid)'/^ Unze, werdeinheißem destillirten Wasser 2 Unzen aufgelöst, dernoch heißen und wenn nöthig siltrirten Flüssigkeit eine Solu»tion von
Aetzsub limat 10 Scrupel inheißem destillirten Wasser 6 Unzen unterhausigem Umrühren hinzugesetzt, worauf man alles in einemGlaskolben so lauge kocht, bis der Niederschlag eine schön rotheFarbe angenommen hat, sodann nach dem Erkalten und abge-sondertem Fluidum solchen mit kaltem Wasser auswäscht, end-lich im Schatten getrocknet, aufbewahrt.
Die übrigen Vorschriften weichen darin ab, daß sie auf8 Theile Aehsublimat lOTHeile Kaliumjodid nehmen lassen, wel»ches Verhältniß unter de» gewöhulichen Umständen das entspre-chendste ist; denn ist das Iodsalz im Ueberschuß, so wird einTheil der gebildeten Verbindung aufgelöst und ist der Aehsub-limat vorwaltend, so erhält man einen gelben chlorhaltigenNiederschlag; sonst kommt noch zu bemerken, daß es angemes-sener ist, das Iodsalz dem Sublimate als umgekehrt zuzusetzen,weil sonst der anfangs gebildete Niederschlag immer wieder auf-gelöst wird; endlich erweiset sich das anfängliche Aussüßen mitsehr schwach salpetersäurehältigem Wasser vorteilhaft, da, wenndas Iodsalz nicht ganz rein gewesen fenn sollte, die sonst nicht