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teu Kochsalze, nachdem die freie Salzsäure und das vorhan-den gewesene Waffer entwichen, stärker erhitzt, so erfolgt eingegenseitiger Austausch der Bestandtheile, nämlich ersteres trittan das Natrium des letzteren (S. 9) sowohl den Sauerstoffals auch die Schwefelsäure ab, während doS vorhandene Queck»silber das Chlor aufnimmt, wornach also Quecksilberchlorid undschwefelsaures Natron hervorgehen, wovon dieses als nichtflüchtig (aber nicht rein) im Rückstande bleibt, jenes dagegenverflüchtiget wird, und sich an den obern Wänden des Kolbensin fester Form wieder condensirt. — Da das Quecksilbcrornd2 Verhältnisse Sauerstoff enthält, so muß es proportional auchwieder 2 Atome Chlor aufnehmen um ein Chlorid darzustellen;dazu sind, wenn sich 147,4 schwefelsaures Quecksilber gebildethaben, nur 58 Kochsalz stöchiometrisch nöthig, die aus 35 Chlorund 23 Natrium bestehen, aus welchen sohin 135 Quecksilber-chlorid und 60,4 schwefelsaures Natron hervorgehen sollen, wasaber, wie bereits bemerkt, in der Praris nicht ganz der Fall ist,weil mehr oder weniger vom erstereil Produkte unsublimirt bleibt,daher der Mückstand beseitiget werden muß, dann weil auch einTheil desselben verdampft, also verloren geht. — Da vom Koch»salze mehr als eigentlich nothwendig angewendet worden, damiteinestheilö die gegenseitige Zersetzung um so sicherer der vermehr-ten Berührungspunkte wegen vollkommen vor sich gehe, anderer-seits, damit keine wasserfreie Schwefelsäure verflüchtiget werdeund ins Spiel komme; so bleibt auch verhältnißmaßig von dem-selben unverändert im Rückstände. — Der Aetzsublimat bestehtdem Gesagten zu Folge aus!
2 Atom Chlor
I » Quecksilber
Wie aus dem Angeführten zu entnehmen, ist die DarstellungdeS Aetzsublimates mit mehreren Schwierigkeiten verbunden, ins^besondere das Verreiben der beiden Salze und die Entwicklungder Dämpfe während der Sublimation, hauptsächlich wenn derKolben vor Beendigung der Sublimation zu Grunde geht, ge-fährlich, daher man vor Einathmung derselben sich möglichsthüthen muß, und um noch sicherer zu gehen, läßt sich besagteOperation auch zweckgemäß in einer weithalsigen Retorte vorneh-men, an welche man einen Ballon untubulirt anlegen, und etwas
oder
„/„« ^ in 100 Theilen.74,09) ^