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und nach in Oryd durch Verlust an Säure und gleichzeitigerBildung eines sauren Salzes, das vom Wasser aufgenommenwird, übergeht; jedoch wird auch ein Theil Oryd mit veränder-lichem Säuregehalt durch die entweichenden Dämpfe gleichsammitgerissen, das sich an den obern Wänden des Kolbens theilweisekondensirt, daher, wie gesagt, einen Sublimat bildet, der zubeseitigen ist, und in dem Falle Aetzsublimat enthält, wenn diezur Auflösung des Quecksilbers verwendete Säure chlorhaltigwar, wie auch die entweichenden Dämpfe mehr oder wenigerquecksilberhältig sind. — Weil diese salpetrigen Dämpfe in gro»ßer Menge entweichen, so läßt sich die Erhitzung des Salzesnicht gut in einer Retorte mit angelegter Vorlage vornehmen, davermöge der entstehenden Spannung derselben die Operation sehrerschwert wird, daher vorzuziehen, dieselbe in einem kurz- undweithalsigen Kolben mit flachem Boden zu bewirken, und nicht vieldes Salzes auf einmal, daher nicht mehr als '/, Pfund Queck»silber in Arbeit zu nehmen; denn da die Zersetzung desselben vonunten zuerst erfolgt, so kann es leicht geschehen, daß währenddie untere Schichte schon vollkommen in Oryd übergegangen, dieobere größtentheils unzersetzt ist, so daß zwei durch die Farbeverschiedene Lagen zurückbleiben, deren obere sich zwar bei einigerAufmerksamkeit abnehmen und besonders weiter erhitzt werdenkann, ooch werden dadurch Arbeit uud Kosten zwecklos vermehrt.Um diesen Unzulänglichkeiten zu entgehen, läßt sich auch dasErhitzen des Salzes in einem stachen Porzellantiegel unter öfteremUmrühren desselben mit einer gläsernen Spatel vornehmen, dochgeschieht es leicht, daß solcher zwischen Kohlen erhitzt, zerspringt,sohin viel vom Produkte verloren geht, und dann findet keine sogleichförmige Erhitzung der Masse Statt, welchen beiden Mängelnman nur dadurch begegnen kann, daß man den Porzellan«ineinen irdenen Tiegel stellt, und diesen ins Feuer setzt.
Erhitzt man das Quecksilber mit der doppelten Menge uer«dünnter Salpetersäure, so bildet sich salpetersaures Quecksilber»oxyd; da bei dessen Erhitzung viel Säure unbenutzt verloren geht,so erscheint es vortheilhaft, noch eben so viel Quecksilber, als manfrüher angewendet hat, durch Verreiben hinzuzusetzen, und dann— nachdem man das Gemenge an einem mäßig warmen Ortegetrocknet hat — zu erhitzen, wo letzteres durch jene gleichzeitig