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werden 24 Stunden lang in Berührung gelassen, dann dic Flüs.sigkeit aufbewahrt.
Die beiden obbenannten Salze werden zu diesem Zweckejedes einzeln in einem Glasmörser zu einem feinen Pulver zerrie-ben, in eineGlassiaschc gebracht, mit dem Kalkwasser übergössen,durch anhaltendes llmschiltteln in gegenseitige Berührung gesetzt,dann durch die angegebene Zeit stehen gelassen, wornach man wieangegeben verfährt.
Erklärung. Nachdem der Kalk auf den Salmiak zer-setzend einwirkt und Ammoniak frei macht, so wirkt dieses wiederauf de» Grünspan, verbindet sich mit einem verbältnißmäßigenAntheil Kupferornd, wornach die Flüssigkeit Knpferornd-Ammoniak, essigsaures Kupferornd und falzsaurenKalk in Wasser aufgelöst enthält, ein schön dunkelblaues Flui-dum darstellt, das gauz schwach ammoniakalisch riecht, «nd diebemerkenswerthe Eigenthümlichkeit besitzt, in vollen Flaschen deinEinflüsse des Lichtes ausgesetzt, entfärbt, aber unter Einwirkungder Luft wieder blau zu werden, was anzeigt, daß durch eineeigenthümliche Reaktion das Kupferornd zu Oxydul reducirtworden, das eine farbenlo<e Verbindung liefert, dann aber aufKosten des Sauerstoffes der Luft wieder höher orndirt wird.
Die übrigen Pharmacopöen weichen sehr in dem Verhältnis)der Zuthaten ab, wie auch manche derselben dieses Präparatnoch nach der altern bei uns officinell gewesenen Vorschrift, näm-lich mittelst Kupferfeile, Salmiak und Kalkwasser bereiten lassen,wobei der S. 121 angegebene Vorgang mit Berücksichtigung derWirkung des Kalkes auf den Salmiak Statt findet.
Wie die Bezeichnung angibt, wird solches als Augenmittelangewendet.
du^irum sluminalum, I^s»i« ^ivinu« 8t. Ivi, A U g e n st e i n,göttlicher Stein, Wundstein, Kupferalaun.
Die österreichische Pharmacopöe gibt nachstehende Vorschriftzur Darstellung dieses Präparates:
Grünspan,
A la un,
Sa lpeter , von jedem 3 Unzen, werden zu Pulver