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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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prischer Vitriol, auch blauer Galizenstein genannt;derselbe macht, wie im ersten Bande des Commentars S. 137erörtert, eine pharmaceutische Waare aus; sollte derselbe nichtdie gehörige Reinheit haben, besonders schon oberflächig verwit-tert seyn, so läßt sich solcher reinigen, wenn man denselben in3 bis 4 Theilen heißen destilÜrten Wassers auflöset, die Solutionlängere Zeit mit frisch gefälltem basisch kohlensaurem Kupferoryd(S. 113) digerirt, dann filtrirt, einige Tropfen Schwefelsäurezuseht und dem freiwilligen Ablagern der Krystalle überlaßt, daraufdieselben auf Fließpapier ausgebreitet trocknen läßt, uud in Glas-gefäßen aufbewahrt.

Sonst läßt sich auf chemischem Wege dieses Salz besondersdann darstellen, wenn man zugleich die sich bei dessen Bildungentwickelte schwefelige Säure zu einem andern Zwecke, wie znrDarstellung des unterschwefeligsauren Natrons (siehe unter denNatronsalzen) :c. benutzen will, und zwar, indem man 1 Theil reineKupferfeile in eine Retorte bringt, diese mit 2'/^ Theilen englischemVitriolöhl früherhin mit 1 Theil Wasser verN'innt übergießt, dieRetorte in ein Sandbad stellt, einen Vorstoß und mit diesem einedrei- und zwei zweihälsige, mittelst ungleichschenkliger Röhren inCommunication stehenden Flaschen in Verbindung setzt, in die ersteetwas Waffer zur Absperrung und in den dritten Hals ein sicher-Heitsrohr, in die anderen Flaschen aber gleichfalls Waffer, wennman die schwefelige Säure verdichten, sonst aber in die Flüssigkeitbringt, auf die man solche einwirken lassen will, dann nach verkitte-ten Fugen allmälig verstärktes Feuer gibt, und dieses so lange imentsprechenden Grade unterhält, bis der Retorten-Inhalt ganz tro-cken erscheint, und keine Gasentwicklung mehr zu bemerken ist, wasman sowohl aus dem minder höhern Stande des Waffers in derSicherheitsröhre, wie auch im Abnehmen des Glucken in den zwei-halsigen Flaschen erkennt. Hat auf diese Weise die Operation ihrEnde erreicht, so laßt man den Apparat erkalten, nimmt solchendann auseinander und gießt in die Retorte, falls sie ganz geblieben,zur Auflösung des Salzes eine verhältnißmäßige Menge kaltesWaffer im entgegengesetzten Falle kann man solche zerschlagen,die Salzmaffe herausnehmen und in Waffer eintragen wodie Auflösung derselben unter Temperaturerhöhung Statt findet,zu deren vollständigeren Bewirkung man dann auch die Retorte