Druckschrift 
2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
Entstehung
Seite
115
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

115

Austausch derBestandtheilc, aber nicht im gleichen proportionalenVerhaltnisse Statt, sondern es bilden sich nebst einer neuenNatron - zwei in ihrer chemischen Zusammensetzung ungleicheKupfervcrbindungen, nämlich sogenanntes zwei Drittel Phos-phor saures Kupferoryd, im wasserhaltigen Zustande,welches als unlöslich gefällt wird, während ein saures Ku-pferphosphat in der Flüssigkeit aufgelöst bleibt, das lösendeEigenschaften auf jenes zu haben, oder solches sich nicht alsogleichder ganzen Menge nach zu bilden scheint, denn wenn auch dieFällung beim Zusatz des Natronsalzes beendet ist, so bildet sicheine beträchtliche Quantität Niederschlag, wenn man die noch immerblau gefärbte Flüssigkeit längere Zeit stehen läßt, besonders aber,wenn man solche durch Verdunsten conccntrirt, wo sie sich starktrübt, weßhalb selbe dann filtrirt, noch eine nicht unbedeutendeMenge Präparat liefert; in dem sauer reagircnden Fluidum istdemnach nebst dem neu gebildeten Natronsalze auch noch einephosphorsaure Kupferverbindung enthalten, die durch Verdunstenbläuliche Krnstalle (eine Art Doppelsalz) absetzt, während diedavon abgegossene, verhältnißmäßig geringe Menge Mutterlaugeunkrystallisirbarist, und nur zu einer grünen gummiartigen Massegesteht.

Die chemische Zusammensetzung der unlöslichen Verbindungwird wie folgt angegeben:

3 Atome Kupferoryd 35,0^

2 « Phosphorsäure oder . 49,5 <. in 100Theilen.

49,5 <>15,5 ^

4 » Wasser

Dieselbe bildet ein grünlichblaucs, geruch- und geschmack-loses, luftbeständiges, in Wasser unlösliches Pulver, das abervon Sauren aufgenommen wird, und in der Hiße das Wasserverliert, wornach es eine braune Farbe annimmt, Wird zuwei-len wie das kohlensaure Kupferoryd mit anderen Zusähen inner-lich angewendet, vor welchen es der milderen Wirkung wegenden Vorzug hat.

<^) (^u^lum ox^clgtuni 5n1iuricum.

8ull38 curiri, l^urirum vilriolglum, Vilriolum cur>ii «.roeruleum, Vitrinlum venera v. l^pricum, schwefelsau-res Kupferoryd, Kupfervitriol, blauer oder c y-

8*

§.