und auserlesene Apotheke. 32 l
können die Fußbäder, die durch ihre Kraft zwarkühlen, aber doch in der That warm seyn, vieleHülfe verschaffen. Deßwegen, weilen sie diehcsstige Bewegung des Geblüts hinunterwartsleiten , und doch dasselbige nicht entzünden undverwirren, sondern vielmehr im Gegentheilekühlen und stillen.
Hiebey ist zu wissen erstlich,' daß in unsermKörper zwey unterschiedene grosse und haubtTriebe und Bewegungen seyen, die eine nemlichgcschicht durch die aufsteigende grosse Pulsader indie obere Theile, und die andere durch die Her-absteigende , in die untenliegende Theile. Zwey-tens, je geschwinder und mit vollkommenemStrvhme das Blut in die untern Gegendentreibt, so ist nöthig, daß selbiges gelinder undviel geringer in die entgegengesetzte obern Thei-le fliesse, und im Gegentheil: es seye denn, daßdas Geblüt in einer allzu starken Wallung würk-lich sich befinde, und alle Blutgefässe davon vollgepreßt waren, daß sie nicht mehr nachgebenkönnten. Und auf diesen zween Sätzen beruhetdie ganze Lehre von der allgemeinen Revulsionoder Ableitung. Allein hier ist noch höchst zumerken, daß in bösartigen Fiebern, wenn dasGeblüt nicht hesstig wallt und lausst, sondernvielmehr das Gehirn kaum befruchtet und leben-dig macht, und wenn auch durch Mangel der Le-bensgeister , die unterbrochene Reihe, die von-einander Zertrennung und Zerstreuung Wach, nund Abreden zuwege« bringen, in diesem Zufall,sage ich, werden die Fußbäder gänzlich vor schäd-lich befunden, weil der untere Circul, je mebrer vermehrt wird, den obern verringert, unddahero das Gehirn von Blut und Lebensgeisternberaubet. X Hww