Ausübung der Apothekerkunst. Anhang. 67Z
purg«erpulvcr in oer rvaistrsuckt.Nach Herrn D'Viierman» Zubereitung für Dr. ward.
Man nimt ein Pfund Ialappenpulver, c-n Pfund Wein-sieinrahm, und eine unze Arineü.schen Doius in femem Pulver.Wohl gemischt.
Die Zabe ist von dreißig bis zu vierzig Granen, in Brü-he, oder warmen Biere, zween oder drei Tage Hinterem?n3cr,oder auch öfters, nachdem es nochig. Diese Arznei verfehltselten in der Wassersucht oder Windmcht; wenn nur der Pa-tient -'.och nicht abgczaoft worden ist. E>e nniß in gel>örlgel»Z^',s!)-nullen, nachdem es der Zufall mit sich bringt, wieder-holet werden.
ltssen; für Kopfweh und Schmerlen.
^ Ans Dr. ward'» Buche.
Man nimt Weingeist, vier Unzen; Kampher, zwo Unzen;flüchtigen Kamphergeist, zwo Unzen: mi;V,t es wohl unterem-ander, und bedienet sich dessen mit der Hand.
Essen;für Ropfweh und Sckmer«»; nack Herr» D'V si e r<man« Zubereitung für den Dr N?ar0.
Man nimt zwei Pfnndeachten Franzbrandtwein, thut ihnin eine weite starke Flasche, und zwo Unzen ganz fein pu'weri«sirte Steinalaun darzu; vier Unze» ganz klein geschnittenenKampher,- eine halbe Unze Linnnenessenz, und vier Unzen vomstärksten flüchtigen Salmiakgeist. Stöpselt die tzlasche ganzgenau zu, und schüttelt sie drei- bis viermal täglich, auf fünfbis sechs Tage lang.
Man reibet etwas davon gelinde in die fiacKeHand, oderauf den schmerzhaften Theil; und halt es so lange daran, bises eingetrocknet. Dieses wiederholet man zwei- bis dreimal,wenn der Schmerz nicht eher gewichen oder erleichtert ist.
Unter Dr. XPard's Arzneimitteln allen ba? dieses, beiseinen Lebzeiten, den Haufen am meisten in Erstaunen gesetzt,und die Ncugierde der Nachforscher ziemlich angeführt; in-dem er niemals, wie man sagt, es weder bat verkaufen, nochjemand anders anvertrauen wolle». Ueberhaupt ist die feineFlüßigkeit, die man Aecher nennt, wahrfcheinlicherwcise wohlmehr das wahre Arzneimittel gewesen, dessen er si-h bediente,als diese Mischung, die nicht viel tMr, als em getamphcrt.rWeingeist ist.
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